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Uranpreis steigt und steigt Zeitgleich mit dem Ölpreis ist in den vergangenen Monaten auchder Preis für Uran an den Weltmärkten in die Höhegeschnellt.

Uranpreis steigt und steigt

(19. Dezember 2004) - Zeitgleich mit dem Ölpreis ist in den vergangenen Monaten auch der Preis für Uran an den Weltmärkten in die Höhe geschnellt. Noch Ende 2000 war Uran für gut sieben Dollar pro Imperial Pound (453,6 Gramm) zu bekommen, in diesen Wochen wurde nach einem rasanten Anstieg seit Jahresbeginn erstmals die20-Dollar-Marke überschritten. Zwar schlägt bei Atomkraftwerken ein steigender Rohstoffpreis weniger stark auf die Kosten einer Kilowattstunde Strom, als dies bei fossil befeuerten Kraftwerken der Fall ist. Doch unabhängig davon macht die Preisentwicklung am Uranmarkt gerade sehr deutlich, dass auch der Rohstoff der Atomwirtschaft nicht unbegrenzt zur Verfügung steht.

Weltweit werden derzeit pro Jahr 172 Millionen Pfund Uran verbraucht - aber zugleich nur 92 Millionen Pfund gefördert. Die Atomwirtschaft lebt derzeit von Lagerbeständen aus jahrelanger Überproduktion der Uranminen.

Der Analyst Rupert Stöger von der Performaxx Research zitiert Branchenexperten, die "langfristig ein Preisniveau von 100 Dollar erwarten". Das Ende der Vorräte ist schließlich kaum ferner als beim Öl: Bleibt es bei rund 440 arbeitenden Atomkraftwerken weltweit, werden die heute bekannten Reserven gerade noch 50 bis 70 Jahre reichen.

letzte Änderung: 08.05.2017