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EU-Energie-Strategie Mit ihrem Grünbuch Energie legte die EU-Kommission eineeuropäische Energiestrategie vor.

EU-Energie-Strategie

(10. März 2006) Mit ihrem Grünbuch Energie legte die EU-Kommission eine europäische Energiestrategie vor. Sie reagiert damit auf die zunehmende Abhängigkeit von Erdöl- und Erdgaseinfuhren und fordert eine gemeinsame Antwort der Mitgliedsstaaten.

Helfen soll die Vollendung des Energie-Binnenmarkts mit mehr Verbindungen zwischen den nationalen Stromnetzen und einer europäischen Regulierungsbehörde.

Alle Staaten sollen Erdgasspeicher für mindestens zwei Monate anlegen und sich bei Lieferschwierigkeiten untereinander helfen.

Ein vielfältiger Energiemix ist der dritte Schwerpunkt, dazu sollen EU-weite Ziele vorgegeben werden.

Die EU-Kommission wolle auch ohne Tabus über die Zukunft der Kernkraft in Europa sprechen, so EU-Kommissionspräsident Barroso. Die EU könne helfen, alle Kosten sowie Vor- und Nachteile der Kernenergie für eine objektive und offene Diskussion aufzulisten. Mit einem Aktionsplan will die Kommission die Reduktion der Treibhausgase forcieren und die Entwicklung klimafreundlicher Energietechnologie fördern. Außerdem will sie erreichen, dass der Bau von Infrastruktur zur Energieversorgung, vor allem von Pipelines oder Flüssiggasterminals, in der EU koordiniert wird, um das Investitionsklima zu verbessern.

Daneben soll die EU in einer gemeinsamen auswärtigen Energiepolitik mit einer Stimme gegenüber den wichtigen Energielieferanten und Verbraucherländern wie Russland, dem kaspischen Raum, Indien und China auftreten. Vor allem die Energiebeziehungen zu Russland sollen auf eine neue Grundlage gestellt werden. Man brauche eine neue Partnerschaft, so Barroso, die Sicherheit und Vorhersehbarkeit für beide Seiten schaffen und den Weg für notwendige langfristige Investitionen in neue Kapazitäte ebnen soll. Damit reagiert die Kommission auf Ängste in Polen und den baltischen Staaten, die der russisch-ukrainische Gasstreit ausgelöst hatte.

letzte Änderung: 12.05.2017