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Archiv: Meldungen von 2005 bis 2012

Hier finden Sie ältere News zum Thema Heizöl

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Zu den aktuellen Meldungen

Norwegische Ölfunde

Nicht überbewerten

Norwegische Ölfunde

(19. August 2011) Der norwegische Energiekonzern Statoil hat in der Nordsee vermutlich einen der größten Ölfunde der vergangenen Jahrzehnte gemacht: Er wird auf 500 Millionen bis 1,2 Milliarden Barrel Öl geschätzt. Nach den bisherigen Schätzungen handele es sich wahrscheinlich um eines der zehn größten Vorkommen, die bislang auf dem norwegischen Kontinentalsockel gemacht worden seien.

125 337 Tropfendes Öl aus verknoter Ölpipeline

Der Bund der Energieverbraucher e.V. warnt vor einer Überbewertung des Neufunds: Jährlich werden weltweit etwa 30 Mrd. Barrel verbraucht. Der Neufund deckte den weltweiten Bedarf also für zehn ganze Tage ab. Die euphorischen Meldungen über angeblich gigantische neue Ölfunde sollen die Öffentlichkeit davon ablenken, dass seit zwanzig Jahren die jährliche Ölförderung die Neufunde um ein Mehrfaches übersteigen.

Wie Ölpreis und Finanzkrise zusammenhängen

Ernst Ulrich von Weizsäcker analysiert

Wie Ölpreis und Finanzkrise zusammenhängen

Der Umweltwissenschaftler Professor Ernst Ulrich von Weizsäcker weist in seinen Interviews und Vorträgen darauf hin, dass der Ölpreis mitverantwortlich für die Finanzkrise ist.

(07. Juni 2009) In den USA gab es in den 80er-Jahren eine gigantische neue Welle der Zersiedlung. Damals verdoppelten sich die Wege der Berufspendler. Gleichzeitig kam eine neue Autoflotte auf den Markt: die Sport Utility Vehicles, kurz SUV. Das hat dazu geführt, dass allein in Amerika sich die CO2-Emissionen für Mobilität fast verdoppelt haben.

Diese Entwicklung trug nicht nur zur ökologischen Notlage bei, sondern hat auch die heutige Finanzkrise mit vorbereitet. Denn diese gewaltige Zersiedlung wurde zum großen Teil mit nachrangigen Hypotheken finanziert, die die Ratingagenturen in der irren Annahme permanent billigen Autopendelns mit "AAA" bewerteten.

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Energieagentur warnt vor neuer Ölkrise

Ölfirmen drosseln Investitionen

Energieagentur warnt vor neuer Ölkrise

(3. März 2009) Die Internationale Energieagentur (IEA) in Paris warnt vor einer neuen Weltwirtschaftkrise, die wegen mangelnder Ölvorräte und den daraus resultierenden Folgen gegen 2013 auftreten könnte. "Wir könnten auf eine neue Krise zusteuern, deren Ausmaß die gegenwärtige übertreffen könnte", sagte IEA-Direktor Nobuo Tanaka der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagsausgabe). Grund sei, dass große Ölkonzerne derzeit ihre Investitionen in neue Förderprojekte stoppten. "Wenn die Nachfrage wieder anzieht, könnte es zu einem Versorgungsengpass kommen. Wir prophezeien sogar, dass dieser Engpass 2013 eintreten könnte", sagte Tanaka.

Experten sagen dem Bericht zufolge voraus, dass weltweit die Wirtschaft und damit die Öl-Nachfrage 2010 wieder anspringt. Bei einem Engpass würde der Ölpreis explodieren, was die Inflation befeuert und das Weltwirtschaftswachstum gefährdet. Tanaka erwartet, dass die Lage sich bis 2013 zuspitzt, weil weltweit die Ölförderkapazitäten sinken und die Reservevorräte bis dahin stark schrumpfen. Bei einem erwarteten Öl-Engpass könnte der Ölpreis laut Experten den bisherigen Höchststand vom Sommer 2008 noch übertreffen und bis zu 200 Dollar pro Barrel erreichen. "Deswegen mahnen wir die Ölgesellschaften, zu investieren", fügte Tanaka hinzu.

Tanaka rief die Industriestaaten zu einer radikalen Wende in der Energiepolitik auf. Er bedauerte, dass wegen der Wirtschaftskrise auch die Investitionen in erneuerbare Energien und in Atomkraft zurückgingen. Wenn keine zusätzlichen Maßnahmen gegen den Klimawandel ergriffen würden und die CO2-Emissionen im gleichen Maße zunähmen, verursache dies einen Anstieg der Erdwärme um sechs Grad Celsius bis zum Ende dieses Jahrhunderts. "Das wäre ein Desaster", sagt Tanaka.

Schwefelarm heizen

Für meine Öl-Brennwertanlage habe ich nun erstmals schwefelarmes Heizöl gekauft. Das ist zwar nicht vorgeschrieben, hat aber dennoch Vorteile.

Schwefelarm heizen

(01. September 2008)

Frage:

Für meine Öl-Brennwertanlage habe ich nun erstmals schwefelarmes Heizöl gekauft. Das ist zwar nicht vorgeschrieben, hat aber dennoch Vorteile. Meine Frage: Wo kann ich das Heizöl auf Schwefelarmut testen lassen und was kostet die Untersuchung?

Gebhard Diesch, Kerpen

Antwort:

Wenden Sie sich an ein Prüflabor, das über Kompetenzen im Bereich der Heizöl-Analytik verfügt. Die Kosten für die Laboranalyse betragen jedoch mindestens 150 Euro.

Die erforderliche Heizölprobe sollte in einem sauberen beziehungsweise neuen, sicher verschließbaren Plastikbehälter eingefüllt werden. Das erledigt am besten der Heizungsbauer, gegebenenfalls im Beisein des Mineralölhändlers. Für die Analyse reichen bereits etwa 100 Milliliter aus.

Adressen erhält man über den deutschen Akreditierungsrat: www.dar.bam.de

Ist Standard-Heizöl (Restmenge) und schwefelarme Ware im Kundentank vermischt worden, wird der Schwefelanteil des im Tank befindlichen Heizöls über 50 Milligramm pro Kilogramm betragen, also mehr als die DIN 51603,Teil, 1 für schwefelarmes Heizöl erlaubt. Vermischungen können aber auch durch Restmengen von Standardware im Tankwagen oder im Schlauch des Tankwagens entstehen, die bei Lieferung mit in den Kundentank gelangen.

Seit 1. Januar 2008 darf nach DIN 51603-1 der Schwefelgehalt von Standardheizöl maximal ein Gramm pro Kilogramm betragen. Bislang galt ein Höchstgehalt von zwei Gramm pro Kilogramm. Mit höchstens 50 Milligramm pro Kilo unverändert bleibt der Maximalwert für den Schwefelgehalt einer schwefelarmen Heizölqualität erhalten.

IEA sieht Ölknappheit

Die Internationale Energieagentur (IEA), Paris, warnt vor einer deutlichen Verknappung von Erdöl.

IEA sieht Ölknappheit

(9. April 2008) Die Internationale Energieagentur (IEA), Paris, warnt vor einer deutlichen Verknappung von Erdöl. Für eine ausreichende Versorgung fehlten 12,5 Mio Barrel pro Tag oder rund 15% des Weltölbedarfs, so IEA-Chefökonom Fatih Birol in einem Interview mit Astrid Schneider, Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Energie der Grünen in der Zeitschrift "Internationale Politik".

In den nächsten Jahren könnten eine Lieferklemme und sehr hohe Preise folgen. Das Hauptproblem liege in der Geologie, in Investitionen und in der Produktionspolitik der Hauptförderländer, so Birol. Es hänge nun von den Regierungen ab, Maßnahmen zu ergreifen. Die IEA hat in der Vergangenheit das Wachstum der Energienachfrage aufgrund der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung prognostiziert und angenommen, dass das Angebot jederzeit der Nachfrage folgen kann.

Die neue Einschätzung bestätigt die Analysen der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik (LBST), Ottobrunn, die die Öl-Verfügbarkeit seit einem Jahrzehnt beobachtet. In ihrer Studie für die Energy Watch Group kam die LBST im Oktober 2007 zum Schluss, dass die Weltölförderung 2006 ihr Maximum überschritten hat und auf Grund der physischen Verknappung kontinuierlich sinken wird.

Wichtigste Ergebnisse:

  • Die IEA räumt erstmals Versorgungslücken von ca. 15% des Weltölbedarfs bis 2015 ein
  • der beobachtete Abfall der Ölförderung aus den existierenden Feldern beträgt 3,5- 4,2% jährlich
  • die IEA untersuchte bereits alle 230 aktuell in Realisierung befindlichen neuen Förderprojekte, die resultierende Gesamtkapazität der Weltölförderung ist trotzdem auch unter Berücksichtigung dieser Projekte zu gering
  • auch unkonventiionelle Öle wie kanadische Ölsande tragen nur dazu bei, dass die Ölförderung nicht noch steiler abfällt, schaffen aber keinen Ersatz und keinen Zuwachs - Substanzieller Zuwachs in der Ölförderung müsste laut IEA vor allem aus den OPEC-Staaten kommen, dort wird aber zu wenig investiert.
  • Laut Birol befinden wir uns im 'Blindflug' bezüglich der Daten über die noch vorhandenen Ölvorräte insbesondere in den OPEC Staaten, aber auch bezüglich der privaten Ölgesellschaften. Die Datenlage ist intransparent, die IEA fordert daher mehr Transparenz.
  • Birol geht davon aus, dass die OPEC-Staaten auch bei einer möglichen Überschätzung ihrer Reserven noch in ihrer Fördermenge ca. 50% zulegen könnten bei entsprechenden Investments, jedoch geht er zugleich davon aus, dass das nicht die Förderpolitik der Ölländer ist, sondern dass diese mehr Öl für ihre Kinder lassen wollen
  • Gegeben durch Geologie, Förderpolitik und zu geringem Investment werden wir daher bis 2015 gegenüber dem prognostizierten Weltölverbrauch eine Lücke von 12,5 Millionen Barrel pro Tag, das sind rund 15% des heutige Weltölverbrauches haben.
  • im kommenden World Energy Outlook, welcher im November 2008 erscheint, will die IEA zur genaueren Lagebeschreibung daher die 350 größten Öl- und Gasfelder der Welt in ihren Fördermengen untersuchen. - Zudem sagt die IEA dass sie im Herbst 2007 die Regierungen bereits ausdrücklich gewarnt hat vor einem 'Supply-Crunch' - einer Versorgungskrise und läutet daher laut die Alarmglocken.
  • Birol fordert einen raschen Politikwechsel hin zu mehr Energieeffizienz und weg vom Öl: "Wir sollten das Öl verlassen, bevor das Öl uns verlässt".

Peak Oil wie ihn die Energy Watch Group für 2006 annimmt wird zwar nicht ausdrücklich bestätigt, jedoch im Effekt und mit leicht anderen Begründungen dargestellt. Rein theoretisch könnte sich die Lage nach 2015 zwar ändern, wenn sich Förderpolitiken, Investments etc. ändert, ......- aber bis dahin wird ein ähnlicher Effekt beschrieben, - jedoch gegenüber dem von der IEA in den Verbrauchsszenarien beschriebenen steigenden Bedarf.

Was die Verknappung des Öls für die Preise bedeutet, hat der Bund der Energieverbraucher e.V. abgeschätzt.

Jetzt Heizölvorräte auffüllen

Rekordtief bei Ölpreisen

Jetzt Heizölvorräte auffüllen - Rekordtief bei Ölpreisen

(11. Januar 2007) Hausbesitzer sollten jetzt schnell ihre Heizölvorräte auffüllen. Die Ölpreise sind derzeit nach Angaben des Bundes der Energieverbraucher in Rheinbreitbach (Rheinland-Pfalz) auf dem tiefsten Stand seit Juni 2005. Am billigsten ist Heizöl in Hamburg zu haben, wo bei einer Abnahmemenge von 3000 Litern 100 Liter 50,20 Euro kosten (Stand: 11. Januar).

Am teuersten ist Heizöl noch in Sachsen-Anhalt, wo für 100 Liter 52,19 Euro berechnet werden. Doch selbst dieser Preis ist deutlich günstiger als in den Wochen zuvor.

Ein Grund für das Rekordtief sind den Angaben zufolge Entwicklungen auf den internationalen Rohstoffmärkten. Auch das ungewöhnlich warme Wetter wirke sich auf den Heizölverbrauch und somit auf die Bevorratung aus. Zudem sei der Pipeline-Streit zwischen Russland und Weißrussland beigelegt worden, so dass nun wieder russisches Öl in den deutschen Raffinerien ankommt.

Nach Einschätzung von Aribert Peters macht es aber keinen Sinn, auf weiter fallende Ölpreise zu spekulieren und mit dem Nachbestellen noch länger zu warten. Die Prognosen der Marktexperten gingen wieder von steigenden Ölpreisen aus. "Wer bislang also noch nicht aufgefüllt hat, sollte jetzt tanken, was das Zeug hält."

Im Winter ist Heizöl günstiger

In den vergangenen Jahren war das Heizöl in den großenFerien immer preiswerter, als in anderen Zeiträumen.

Im Winter ist Heizöl günstiger

(19. März 2006) In den vergangenen Jahren war das Heizöl in den großen Ferien immer preiswerter, als in anderen Zeiträumen. Bedingt durch den Urlaub war und ist die Nachfrage gering.

Aber in den letzten drei Jahren trat ein Wandel ein. Die Ölgesellschaften wissen natürlich, dass die leeren Tanks für den neuen Winter gefüllt werden müssen. Die Raffinerien drosseln ihre Produktionen. Eine künstliche Ölverknappung erreicht den Markt. Die Preise steigen.

Als Nachfüllmonate, kann man nur noch Ende Dezember und Januar, Februar und März empfehlen.

Derzeitig erreichen wir Preise zwischen 47 Cent und 49 Cent pro Liter. Im Sommer waren es Konditionen zwischen 50 -59 Cent für ein Liter.

Der Bund der Energieverbraucher rät allen Verbrauchern, die Nachtankgewohnheiten auf die neuen zeitbedingten Umstände zu ändern. Es lohnt sich auch, die Ölbörse genau zu beobachten.

Ölkonzerne mahnen zum Sparen

Schrumpfende Reserven

Ölkonzerne mahnen zum Sparen

(03. Oktober 2005) In einem Spiegel-Artikel wird vor dem Ende des Öls gewarnt.

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aus Q1 2016

aus Q4 2015  aus Q3 2015  aus Q2 2015  aus Q1 2015

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aus 2013  2005 bis 2012  bis 2004

letzte Änderung: 25.04.2017