Archiv

Archiv: Meldungen im 2. Quartal aus 2014

Hier finden Sie ältere News zum Thema Heizöl

Archiv2-web

Zu den aktuellen Meldungen

Irak-Konflikt nicht für Ölpreis entscheidend

Commerzbank-Rohstoff-Experten erwarten keine relevanten Lieferausfälle.

Irak-Konflikt nicht für Ölpreis entscheidend

(27. Juni 2014) Die Auswirkungen der Terrorgruppe ISIS im Irak auf den Ölpreis werden sehr verschieden eingeschätzt. Nach der eher pessimistischen Schätzung des BP-Chefvolkswirtes Christoph Rühl (wir berichten) erklärt der Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg im Commodity Research seine positivere Einschätzung: „Wir gehen aktuell nicht davon aus, dass es aufgrund der Kämpfe im Irak zu nennenswerten Ausfällen bei der irakischen Ölproduktion kommen wird. Denn in den betroffenen Gebieten befinden sich keine wichtigen Ölfelder oder Transportrouten. Im von den Kurden kontrollierten Nordosten des Irak könnte es mittelfristig sogar zu einer Normalisierung der Öllieferungen kommen, nachdem kürzlich eine neue Pipeline-Verbindung in Betrieb genommen wurde.“ Die relevanten Förderstätten liegen im derzeit noch nicht betroffenen Süden des Landes und auch die Raffinerien im Norden werden von irakischer Seite stark verteidigt. Weinbergs Einschätzung wird von der aktuellen Entwicklung der Ölpreise gestützt. Insbesondere die für den europäischen Markt prägende Nordseesorte Brent gibt aktuell deutlich nach.

Dennoch sieht Weinberg auch, dass durch die Förderausfälle im Irak die bisherigen Prognosen angepasst werden müssen, denn der Irak, als sechstgrößter Ölproduzent der Welt und an zweiter Stelle unter den OPEC-Ländern, übt einen gewissen Einfluss auf den Weltmarkt aus. Die IEA prognostiziert einen weniger starken Anstieg der irakischen Ölproduktion als angenommen. Die Terminkurve verlagert sich dadurch entsprechend nach oben. Trotzdem wird der Irak zum Ende des aktuellen Jahrzehnts  immer noch den Großteil der gesamten  Ölförderzuwächse bestimmen. Dann wird der Markt nach aktuellen Schätzungen mit der schwächeren Dynamik des US-amerikanischen Schieferölbooms konfrontiert sein. Trotz dieser Einflüsse folgert Weinberg: „Falls es  – wie wir erwarten – zu keinen nennenswerten Störungen der irakischen Ölproduktion kommt, sollte der Brentölpreis den Großteil seines jüngsten Anstiegs korrigieren und in den kommenden Wochen in die angestammte Handelsspanne zwischen 105 und 112 USD je Barrel zurückkehren.“

Sollte es doch zu stärkeren Lieferbeeinträchtigungen der irakischen Öllieferungen kommen, rechnet Weinberg mit einer Erhöhung der saudi-arabischen Liefermengen, die die Nachfrage decken können. Dann würde der Preis, für die Dauer der Lieferausfälle, wohl mindestens 120 US-Dollar pro Barrel betragen. Ohne diese Störungen und mit den jetzigen Entwicklungen liegt die Prognose des Ölpreises zum Ende des Jahrzehnts bei unter 100 US-Dollar pro Barrel. Der Heizölpreis ist fest an den Rohölpreis gekoppelt und würde der entsprechenden Preisentwicklung folgen.

Hier kann man die Analyse online lesen.

Analyse: Zeiten stabiler Ölpreise vorbei

Für deutsche Heizölkunden würde das eine Teuerung bedeuten, die sich derzeit schon andeutet.

Analyse: Zeiten stabiler Ölpreise vorbei

(26. Juni 2014) Die Terrorgruppe ISIS übernimmt große Teile des Iraks und andere Opec-Länder wie Libyen oder Syrien haben immer wieder mit starken politischen und militärischen Unruhen zu kämpfen. Trotz der erheblichen Lieferausfälle durch diese Probleme bleibt eine heftige Preisreaktion am Rohölmarkt aus. Es scheint beinahe, als würden die Preise aus Pflichtbewusstsein ein wenig schwanken. Die Tageszeitung "Die Welt" erklärt, dass der Preis seit Beginn der Marktdokumentation durch den Ölkonzern BP nicht so lange stabil geblieben sei, wie in den letzten drei Jahren, in denen er sich stets knapp über 100 Dollar pro Fass (159 Liter) bewegte. Als Ursache wird die stark angestiegene Produktion in den USA und Kanada mithilfe neuer Techniken wie Fracking angesehen, die etwa gleichzeitig mit den stärkeren Krisen einsetzte. Diese beiden Phänomene gleichen den Markt offenbar aus, so dass es keiner weiteren Regulierung bedarf, um den Preis zu stabilisieren. Einen kausalen oder anderweitig logischen Zusammenhang kann Christoph Rühl, Chefvolkswirt von BP, nicht erkennen.

"Die Welt" zitiert Rühl, der den Markt als auf der Kante befindlich beschreibt und das pessimistische Szenario für wahrscheinlicher hält. Dabei steigen die Ölpreise in unabsehbarer Zeit durch die wachsende Geldnot der Opec-Förderländer und Förderausfälle durch dortige politische Unruhen, die das Angebot verringern.

Dennoch: Für deutsche Heizölkunden würde das, nach gut zweieinhalb Jahren mit tendenziell fallenden Preisen, eine Teuerung bedeuten, die sich derzeit schon andeutet.

Erzeugerpreise: Energie günstiger, aber nur Heizöl für Endverbraucher

Der Erzeugerpreis für Heizöl fiel im Vergleich zu Mai 2013 um 1,3%.

Erzeugerpreise: Energie günstiger, aber nur Heizöl für Endverbraucher

(23. Juni 2014) Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sanken die Energieerzeugerpreise im Mai 2014 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,6%. Gegenüber April 2014 fielen sie um 0,5%. Der Erzeugerpreis für Heizöl fiel im Vergleich zu Mai 2013 um 1,3%. Bei den Endverbraucherpreisen waren es sogar 4%. Kosteten 100 Liter Heizöl im Mai 2013 noch 83,75 Euro, musste man im Mai 2014 laut Brennstoffspiegel nur noch 80,38 Euro bezahlen. Erdgas war im Mai 2014 um 4,6% billiger als im Vorjahresmonat. Bei den Endverbraucherpreisen betrug die Differenz allerdings nur 0,6%. Der Erzeugerpreis sank beim Strom um 2,8%. Bei den Endverbraucherpreisen zeigt sich hier jedoch ein anderes Bild. Stromkunden mussten diesen Mai 9,18% mehr bezahlen als im Mai 2013.

Heizölpreise am Ende der Heizperiode am niedrigsten

Auch ein Wechsel des Heizöllieferanten kann den Geldbeutel schonen.

Heizölpreise am Ende der Heizperiode am niedrigsten

(20. Juni 2014) Heizölkunden sollten ihr Heizöl am besten am Ende des Winters kaufen. Nach Angaben des Strom Magazins zeigen Statistiken der letzten Jahre, dass das Heizöl am Ende der Heizperiode im Durchschnitt am günstigsten war. Bei kurzfristigen Käufen ist zu beachten, dass der Literpreis bei einer kleineren Abnahmemenge steigen kann. Ein Tipp, um dennoch Kosten zu sparen, ist, sich mit anderen Kunden zusammenzuschließen und Sammelbestellungen aufzugeben. Auch ein Wechsel des Heizöllieferanten kann den Geldbeutel schonen. Ein Vergleich verschiedener Anbieter ist mit dem Heizölrechner möglich.

Zur Zeit lässt der Konflikt im Irak die Ölpreise steigen. Laut Brennstoffspiegel kosteten 100 Liter Anfang April noch 80,64 Euro. Aktuell muss man für 100 Liter 82,18 Euro bezahlen. Die weitere Entwicklung der Heizölpreise ist momentan nicht abzusehen.  

Analyse: Verteuern die Krisen im Irak und Libyen Heizöl?

Ein weiterer Preisverfall käme beispielsweise durch ein steigendes Angebot zustande.

Analyse: Verteuern die Krisen im Irak und Libyen Heizöl?

(18. Juni 2014) Der niedrige Heizölpreis ist für Endverbraucher mehr als erfreulich. Für manche OPEC-Förderstaaten könnte er jedoch zum Problem werden, wenn sie die Ausgaben für ihre Importe nicht mehr über ihre Rohöl- und Mittelöldestillatexporte decken können. Ein weiterer Preisverfall käme beispielsweise durch ein steigendes Angebot zustande. Dann könnte der Preis pro Barrel den Preiskorridor von 105 bis 115 US-Dollar verlassen und weiter sinken.

Nach Einschätzungen der Commerzbank ist dieses Szenario eher unwahrscheinlich, da Förderländer wie Libyen, der Iran oder Irak weiterhin oder wieder unter starken politischen Spannungen leiden, die die Förderkonzerne zu Personalabzug aus den prekären Sicherheitslagen bewegen. Ich Libyen wurde der gewählte Premierminister vom obersten Gericht als nicht demokratisch gewählt abgesetzt, der Iran leidet unter Exportbeschränkungen als Sanktion auf sein Atomprogramm und im Irak soll die Terrorgruppe ISIS kurz vor Bagdad stehen, so dass die USA über militärische Unterstützung anbieten. Diese Argumente unterstützen den Rohölpreis, so dass er wohl trotz geringerer Nachfrage in Europa stabil bleiben wird. Nach den Daten des Bundesamtes für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle vom März 2014 stellen Rohölimporte aus dem Irak allerdings nur rund 0,1 Prozent der deutschen Rohöleinfuhren dar. Aus Libyen bezieht Deutschland ca. 2,35 Prozent seiner Rohölimporte von insgesamt 7.294.078 Tonnen im Monat März 2014. Die kurzfristige Preissteigerung am Rohölmarkt aufgrund der Unsicherheiten im Irak ist heute bereits wieder durch andere Förderländer kompensiert, so dass der Preis in seinem angestammten Korridor verbleibt.

Eine langsame Preissteigerung wird denkbar, wenn man die Absatzmärkte Indien und China näher betrachtet. Die Commerzbank sieht aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung der Länder eine weiter steigende Nachfrage aus diesen Regionen. Der Aufbau strategischer Vorräte in China und die Ölnachfrage Indiens, die sogar die Russlands übersteigt und damit international an fünfter Stelle steht, mit 90.000 Barrel mehr Bedarf pro Tag als im Vorjahr, verleihen dem Ölpreis Aufwind. Derzeit gehe die IEA insgesamt von einer Nachfragesteigerung von 1,5 Millionen Barrel in der zweiten Jahreshälfte aus.

Eine letzte Möglichkeit zur Stabilisierung des Ölpreises bietet Saudi-Arabien, indem es weniger Öl exportiert, als bisher und damit ein zu starkes Überangebot verhindert. Durch die Kürzung der Produktion in Saudi-Arabien, die eine Preissteigerung zur Folge hätte, könnten die jeweiligen   Staatsausgaben finanziert und der Ölpreis im Gelichgewicht gehalten werden.

Im vergangen Jahr (Juni 2013 bis Juni 2014) konnte, nach Daten des Brennstoffspiegels, Ende September eine deutliche Steigerung der Heizölpreise für Endverbraucher verzeichnet werden. Seit dem fällt der Preis kontinuierlich und erreicht seit März immer wieder Tiefstwerte um 78 Euro für 100 Liter bei einer Liefermenge von 3000 Litern. Derzeit liegt der Heizölpreis bei rund 81,60 Euro für diese Menge. Vor einem Jahr mussten die Verbraucher noch ca. 2 Euro mehr pro 100 Liter zahlen.

Öl und Gas: Milder Winter sorgt für kräftige Heizkostenrückzahlungen

Die Preisdifferenz beträgt 19 Prozent bei Gasheizungen und 25 Prozent bei Ölheizungen.

Öl und Gas: Milder Winter sorgt für kräftige Heizkostenrückzahlungen

(16. Juni 2014) Der milde Winter führt nicht nur zu niedrigeren Einkaufspreisen für Heizöl, sondern auch für teilweise kräftige Rückzahlungen der Heizkosten. Wie das Handelsblatt berichtet, hat das Verbraucherverhalten einen immer größeren Einfluss auf den Endpreis, da der kontinuierliche Preisanstieg der Brennstoffe, wie Öl und Gas, stark abgeflacht, beim Heizöl sogar rückläufig ist. Durch das eher sparsame Heizverhalten aufgrund der milden Temperaturen müssen Verbraucher aktuell einen deutlich geringen Gesamtpreis für die Heizleistungen des vergangenen Winters zahlen, als im Jahr zuvor, als die Preise aufgrund des langen und harten Winters sehr hoch waren und viel geheizt wurde.

Daraus resultiert eine Preisdifferenz dieser beiden Perioden von 19 Prozent bei Gasheizungen und bei Ölheizungen sogar von 25 Prozent Ersparnis, bei einem Musterhaushalt von 4 Personen. Der Gaspreis, im Gegensatz zum Heizölpreis, verteuerte sich, nach relativer Stabilität während der Heizperiode, um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahrespreis. Wie das Handelsblatt unter Bezug auf das Vergleichsportal Verivox weiter erklärt, können Verbraucher zur Zeit Preise zwischen 79 und 82 Euro für 100 Liter Heizöl (inkl. MwSt., bei 3000 Liter Lieferumfang) erzielen und zahlen damit einige Euro weniger, als noch im Vorjahr.

Heizöl sowohl im Großhandel als auch für Verbraucher günstiger

Im Vergleich zu Mai 2013 sanken die Preise für feste Brennstoffe und Mineralölerzeugnisse um 2,1 Prozent.

Heizöl sowohl im Großhandel als auch für Verbraucher günstiger

(12. Juni 2014) Wie das statistische Bundesamt mitteilt, sind die Großhandelspreise weiterhin günstiger, als im Vorjahr. Auch im Mai wurden im Schnitt 0,9 Prozent niedrigere Preise unter anderem für Brennstoffe, Metalle, Erze und Nahrungsmittel gezahlt. Im Vergleich zu Mai 2013 sanken die Preise für feste Brennstoffe und Mineralölerzeugnisse um 2,1 Prozent. Vom vergangenen April zum Mai bestand ein Unterschied von -0,2 Prozent. Der Preisrückgang dieser Waren im Mai hat einen großen Einfluss auf die gesamte Preisentwicklung. Insgesamt verbilligten sich die Preise von April zu Mai 2014 um 0,1 Prozent.

Nach Angaben des Brennstoffspiegels zahlte der Endverbraucher im Mai für 100 Liter Heizöl bei einer Abnahmemenge von 3000 Litern zwischen 78 und 81 Euro. Im Mai 2013 kostete das noch  zwischen 83 und 86 Euro. Die günstigeren Mineralölpreise schlagen sich also auch in den Endverbraucherpreisen nieder.

Neues Wasserrecht

Was Ölheizungsbesitzer beachten müssen

Neues Wasserrecht: Was Ölheizungsbesitzer beachten müssen

(12. Juni 2014) Nachdem der Bundesrat eine Verschärfung der Vorschriften für Ölheizungen im Rahmen des Wasserschutzgesetzes abgelehnt hat, ergeben sich mit dem Inkrafttreten der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) 2015 einige Änderungen für Betreiber von Ölheizsystemen. Wie das Institut für Wärme und Oeltechnik erklärt, müssen Betreiber und Besitzer von Ölheizungen ihre Heizsysteme nach wie vor überwachen, prüfen und gegebenenfalls reparieren lassen. Ist der Heizöltank größer als 10.000 Liter, liegt er unterirdisch oder befindet sich in einem Wasserschutzgebiet, muss er alle fünf Jahre durch Sachverständige geprüft werden, ebenso wie alle Tanks bei der Installation. Unterirdische Tanks und Schutzgebieten müssen sogar alle zweieinhalb Jahre geprüft werden.

Bestehen bleibt auch die Pflicht der Betreiber die entsprechenden Dokumente mit technischen Details, Rechnungen von Reparaturen, Prüfberichte etc. vorlegen zu können. Hinzu kommt ein Merkblatt, dass durch den Sachverständigen ausgehändigt wird. Darauf werden neben der zuständigen Wasserbehörde auch Besonderheiten der örtlichen Lage (Wasserschutzgebiete etc.) und Prüffristen vermerkt. Bauliche Veränderungen am Heizöl-Tank oder Auffangraum oder deren Errichtung müssen der Wasserbehörde sechs Wochen im Voraus gemeldet werden. Ölaustritte in nicht unerheblichen Mengen müssen bei der zuständigen Behörde oder der Polizei gemeldet werden.

G7: Erdgasplanungen ohne Russland

EU und IEA sollen bis Ende des Jahres Pläne ausarbeiten.

G7: Erdgasplanungen ohne Russland

(6. Juni 2014) Die G7-Staaten Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Großbritannien und den USA sprachen am Rande des letzten Brüsseler Gipfels über eine unabhängigere Energieversorgung Europas von Russland, so ein Bericht des Nachrichtenmagazins Spiegel. Insbesondere geht es darum, wie die europäische Gasversorgung, die derzeit ohne Russland nicht denkbar ist, anders gestaltet werden könne.

Demnach beauftragten die G7-Staaten die  Energie Agentur (IEA), bis Ende 2014 zusammen mit der EU-Kommission Vorschläge vorzulegen, wie einzelne Staaten und die G7-Gruppe als Ganzes verstärkt Sicherheit bei der Energieversorgung erreichen können.

Heizölpreis auf Jahrestief abgetaucht

Heizöl-Kunden sollten entweder jetzt kaufen oder die Situation vorsichtig beobachten.

Heizölpreis auf Jahrestief abgetaucht

(5. Juni 2014) Am heutigen Donnerstag ist der Heizölpreis auf seinem vorläufigen Jahrestief angekommen. Das Portal esyoil rechnet einen bundesdurchschnittlichen Preis von 76,72 Euro für 100 Liter bei 3.000 Litern Gesamtliefermenge aus, der Brennstoffspiegel 78,10 Euro. Zuletzt war Heizöl vor ziemlich genau drei Jahren so günstig.

Ob sich die preisfallende Entwicklung fortsetzt, bleibt abzuwarten. Aktuell drücken die günstigen Preise beim Vorprodukt Gasöl, insbesondere aus dem ARA-Raum (Antwerpen-Rotterdam-Amsterdam) auf den hiesigen Heizölpreis. Das an der ICE in London gehandelte Gasöl verlor allein in den letzten 14 Tagen 30 US-Dollar je Tonne. Gründe liegen auch im milden Winter, wo wenig geheizt wurde und demnach noch genug Heizöl am Markt ist.

Da zwischen 25 und 30 Prozent des in Deutschland verbrauchten Heizöls importiert werden, prägt dies auch die Preise hierzulande. Aktuell kommt noch ein Verlust bei der europäischen Rohölsorte Brent hinzu. Preissteigernd könnte in den nächsten Tagen jedoch die Zinspolitik der EZB wirken, weil diese den Euro schwächt und alle in US-Dollar gehandelten Produkte, wozu Mineralöle zählen, in Deutschland und dem Euro-Raum verteuert.
Heizöl-Kunden sollten entweder jetzt kaufen oder die Situation vorsichtig beobachten und bei einem stärkeren Preisanstieg, der derzeit jedoch nur durch die Euroschwäche provoziert werden könnte, zuschlagen.

Günstiges Heizöl drückt Energiekosten und Inflation

Preisrückgang erklärt sich vor allem durch die derzeit niedrigen Rohölpreise.

Günstiges Heizöl drückt Energiekosten und Inflation

(4. Juni 2014) Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, stiegen die Verbraucherpreise im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,9 Prozent. Der Preis für Energie geht dagegen um 0,8 Prozent zurück.

Der Preisrückgang scheint sich dabei vor allem durch die derzeit niedrigen Rohölpreise zu erklären, die in der Folge auch die Heizölpreise verbilligen. Wie die Zahlen des Brennstoffspiegels zeigen, waren für 100 Liter Heizöl (schwefelarm, 3000 Liter Abnahmemenge) im vergangenen Monat bundesweit durchschnittlich 79,25 Euro fällig, im Mai 2013 waren es noch 83,65 Euro. Erdgas blieb bis April 2014 relativ stabil, während Strom deutlich anstieg.

Heizungs-Modernisierung: Vergleichsrechnungen genau prüfen

Zuvor ist es ratsam, verschiedene Meinungen und Angebote einholen.

Heizungs-Modernisierung: Vergleichsrechnungen genau prüfen

(28. Mai 2014) Die Heizung soll modernisiert werden: Aber wie? Hausbesitzer, die ihr Heizsystem austauschen wollen oder, beispielsweise aufgrund der neuen Energieeinsparverordnung, müssen, sind gut beraten die Heizsystemvergleichsrechnungen genau zu prüfen. Oft liegen diesen Vergleichen Voraussetzungen zu Grunde, die auf die eigene Immobilie nicht zutreffen. Das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) betont die Unerlässlichkeit der Einzelfallprüfung für jede Heizungsanlage. Denn bei einer unvorteilhaften Modernisierung können trotz niedrigerem Energieverbrauch höhere Gesamtkosten anfallen. 

Diese Punkte sollten bei der Abwägung einbezogen werden: Zu Beginn stehen dabei immer die Umbaukosten: Ein vorhandener Öltank kann für eine effizientere Ölheizung oder ein entsprechendes Hybridsystem weiter genutzt werden, wogegen eine Umrüstung auf einen anderen Brennstoff Entsorgungs- und Neuanschaffungskosten verursacht. Auch ein Anschluss an ein Stadtgasnetz verursacht zusätzliche Kosten. Außerdem müssen abweichende Betriebskosten berücksichtigt werden: Pelletheizungen haben einen größeren Wartungsaufwand, der Anschluss an Fernenergienetze verlangt häufig eine Grundgebühr. Zudem seien zur der Berechnung der zukünftigen Brennstoffpreise die Entwicklungen in der Vergangenheit oft belastbarer, um zukünftige Entwicklungen vorauszusagen, als spekulative Prognosen, erklärt das IWO weiter.

Als Best-Practice zeigt sich demnach eine genaue Prüfung der sinnvollsten Variante für jeden einzelnen Umbau. Ideal wäre es verschiedene Meinungen einzuholen, um ein umfassendes Bild der eigenen Möglichkeiten zu erhalten.

Bundesrat lehnt Prüfpflicht für Heizöl-Tanks ab

Die Gesamtkosten hätten sich bundesweit auf rund 400 Millionen Euro belaufen.

Bundesrat lehnt Prüfpflicht für Heizöl-Tanks ab

(26. Mai 2014) Wie bereits berichtet strebten die Ministerien für Umwelt aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen eine wiederkehrende Prüfpflicht für Heizöltanks an. Dieser Gesetzesentwurf zur Verordnung zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen wurde am Freitag im Bundesrat abgelehnt.

Der Entwurf sah vor, die unterschiedlichen Regelungen in den einzelnen Ländern zu vereinheitlichen, wie die Stuttgarter Zeitung schreibt. Dabei sei im Gesetzesentwurf der Bundesregierung, der als Grundlage diente, eine wiederkehrende Prüfpflicht nicht vorgesehen gewesen. Die Wirtschaftsverbände warnten dem Bericht zufolge bereits im Vorfeld vor einer Überregulierung, wobei sie eine Vereinheitlichung der Anforderungen zum Gewässerschutz begrüßten. Auch der Hausbesitzerverband Haus&Grund protestierte gegen den nun abgelehnten Gesetzesentwurf und meinte gegenüber der Deutschen Handwerkszeitung, der Schutz des Grundwassers und der Böden sei ein hohes Gut, aber die vorliegenden Zahlen würden solche drastischen Maßnahmen nicht rechtfertigen.

Nach Argumenten der Verbände betrügen Lecks in Privathaushalten nur in Promille-Bruchteilen zu Gewässerschäden teil, so die Stuttgarter Zeitung. Die Gesamtkosten, wäre der Entwurf angenommen wurden, hätten sich bundesweit auf rund 400 Millionen Euro belaufen. Eine normale Inspektion, ohne mögliche Folgekosten, hätte die Tankbesitzer regelmäßig ca. 100 Euro gekostet.

Power-to-Heat: Ölheizungen als Speicher für Wind- und Solarstrom

Nur reformierter Strommarkt würde diese Technik flächendeckend wirtschaftlich machen.

Power-to-Heat: Ölheizungen als Speicher für Wind- und Solarstrom

(22. Mai 2014) Auf den gerade zu Ende gegangenen Berliner Energietagen wurden viele Möglichkeiten besprochen, um der Energiewende zum Erfolg zu verhelfen. Seit einiger Zeit in der Diskussion ist Power-to-Heat. Damit sollen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Die erste wäre der Heizöl-oder Erdgasverbrauch, die zweite überschüssiger Ökostrom.

Kurz gesagt geht es dabei um folgendes: Der Warmwasserspeicher, über den jede Heizöl- oder Erdgasheizung verfügt, wird mit einer Art Tauchsieder ausgestattet. Immer, wenn genügend oder zu viel Ökostrom aus Wind und Sonne zur Verfügung steht, zieht dieser Tauschsieder genau jene Energie aus dem Netz, heizt so den Speicher auf und mindert damit den Verbrauch des jeweiligen fossilen Brennstoffs.

Das Problem bisher: Wie bindet man die vielen Öl- und Gasheizungen in das Stromnetz ein und stattet sie so intelligent aus, dass sie von allein wissen, wann sie Strom aus dem Netz ziehen sollen und wann nicht. Darauf versuchte das Institut für Wärme und Oeltechnik während einer Halbtagsveranstaltung zu den Berliner Energietagen  Antworten zu geben.  Ganz konkret untersuchte Prof. Dr. Ralf Simon von der FH Bingen, wie eine Ölheizung in den Stromkreislauf eingebunden werden kann. Dazu fertigte er eine komplette Ausrüstung für die Ölheizung und eine entsprechende Regelung. Zudem wurde die Heizung nicht in den normalen Strommarkt eingebunden, sondern in den Regelenergiemarkt, also jenen Bereich des Strommarktes, der bei unvorhersehbaren Ereignissen er Netzanpassungen dafür sorgt, dass jeder Verbraucher die Energiemenge bekommt, die er braucht.

Über die Teilnahme an diesem Regelenergiemarkt wäre sogar eine Refinanzierung des Projektes möglich. Am Regelenergiemarkt können Anbieter ab 5 MW Leistung teilnehmen. Eine einzelne Heizung kann dies nicht, da sie in der Regel um die 20 kW oder sogar weniger hat. Deswegen müssten immer mehrere Heizungen zu einem virtuellen Kraftwerk zusammengeschlossen werden.

Eine weitere und deutlich weniger aufwändigere Möglichkeit wäre die Nutzung von selbst erzeugtem Photovoltaik-Strom. Dieser könnte direkt für die Heizung genutzt werden.

Simon Jastrzab vom IWO erläuterte noch eine Modellanlage, die in Berlin steht. Hier läuft derzeit ein Feldversuch, der auch die Einsparungen an Heizöl ermitteln soll, die mit Power-to-Heat möglich sind.
Derzeit ist Power-to-Heat jedoch noch Zukunftsmusik, da die Preise für fossile Brennstoffe (7 bis 10 Eurocent je kWh)deutlich unter denen für Strom (25 bis 30 Eurcent je kWh) liegen. Erst ein reformierter Strommarkt würde Power-to-heat auch flächendeckend wirtschaftlich machen.

Angebotsknappheit bei Gasöl ohne Wirkung auf Heizölpreis

Ausschlaggebend für diese Entwicklung ist die Nachfrage des asiatischen Marktes.

Angebotsknappheit bei Gasöl ohne Wirkung auf Heizölpreis

(21. Mai 2014) Der Heizölpreis ist, nach Zahlen des Brennstoffspiegels, so günstig, wie zuletzt Mitte 2011. Dabei gibt es genügend Indikatoren, die einen steigenden Preis erklären würden. Wie die Commerzbank darlegt, ist das Angebot von Mitteldestillaten und damit Gasöl, dem Vorprodukt für Heizöl, in Europa derzeit eher knapp. Als Ursache wird hauptsächlich der harte Winter in den USA genannt, aufgrund dessen diese weniger Heizöl exportiert und im Januar und Februar das Destillat aus den Niederlanden und Russland sogar wieder importiert haben. Die Lagerbestände sind folglich extrem niedrig, nicht nur in den USA, sondern auch in der Region Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen (ARA-Raum), wo das niedrigste Lagerniveau seit sechs Jahren erreicht wurde. Zudem sinkt die Rohölverarbeitung in Europa stetig und war im Winter mit 11 Millionen Barrel pro Tag so niedrig wie zuletzt in den 90er Jahren, erklärt der Branchendienst Commerzbank Commodity Research die Daten der Internationalen Energieagentur.

2008 hatte die Knappheit von Mitteldestillaten einen signifikanten Einfluss auf die Preisdifferenz zwischen Heizöl und Rohöl genommen. Dieser Effekt bleibt in diesem Jahr aus. Ausschlaggebend für diese Entwicklung sei die Nachfrage des asiatischen Marktes. Die Konjunktur in China bleibt hinter den Erwartungen zurück und benötigt demnach auch nicht die prognostizierten Mengen an Diesel und Heizöl. Das drückt die Margen am Dieselmarkt und hält die Preisdifferenz, laut Commerzbank, seit Monaten zwischen 12 und 16 US-Dollar.

Die chinesische Konjunktur wird künftig trotzdem den prognostizierten Einfluss ausüben. Nach den Erwartungen können die ASEAN-Länder den steigenden Importbedarf Chinas trotz steigender Raffineriekapazitäten nicht dauerhaft decken, so dass China auch aus Russland, wie es derzeit verhandelt wird, und anderen Staaten importieren muss und demnach die Preise durch die erhöhte Nachfrage wieder steigen. Derzeit jedoch sieht es bei den Heizölpreisen nach einem Seitwärtstrend aus – sprich: ändern wird sich kurzfristig nicht viel.

Billigeres Heizöl drückt Inflation im April

Die Preise für Strom stiegen gegenüber dem Vorjahr an (+ 1,8 Prozent).

Billigeres Heizöl drückt Inflation im April

(14.Mai 2014) Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im April 2014 um 1,3 Prozent höher als im April 2013. Damit wurde erstmals in diesem Jahr ein leichter Anstieg der Teuerungsrate beobachtet. In den Monaten Januar bis März 2014 war die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex – durchweg rückläufig. Im Vergleich zum Vormonat sank der Verbraucherpreisindex im April 2014 um 0,2 Prozent. Das Statistische Bundesamt (Destatis) bestätigt somit seine vorläufigen Ergebnisse vom 29. April 2014.

Dämpfend auf die Gesamtteuerung wirkte die Preisentwicklung bei Energie insgesamt. Im Vorjahresvergleich sanken hierfür die Preise um 1,3 Prozent. Billiger waren weiterhin vor allem Mineralölprodukte (− 3,5 Prozent; davon leichtes Heizöl: − 3,7 Prozent; Kraftstoffe: − 3,4 Prozent). Nur die Preise für Strom stiegen gegenüber dem Vorjahr an (+ 1,8 Prozent). Ohne Berücksichtigung der Preise für Energie wäre die Teuerungsrate mit + 1,7 Prozent deutlich höher ausgefallen.

Die Preise für Energie erhöhten sich gegenüber März um 0,7 Prozent. Gegenüber dem Vormonat zogen hier insbesondere die Preise für Kraftstoffe (+ 1,6 Prozent, darunter Superbenzin: + 2,2 Prozent; Dieselkraftstoff: + 0,3 Prozent) und leichtes Heizöl (+ 0,8 Prozent) an.

Heizöl: Haus&Grund lehnt regelmäßige Überprüfung von Tanks ab

Eine Prüfung wird bisher mit rund 400 Euro veranschlagt.

Heizöl: Haus&Grund lehnt regelmäßige Überprüfung von Tanks ab

(9. Mai 2014) Auch der Hausbesitzerbverband Haus&Grund läuft gegen die geplante wiederkehrende Prüfpflicht für Heizöl-Tanks Sturm. „Der Schutz des Grundwassers und unserer Böden ist ein hohes Gut. Die vorliegenden Schadenszahlen rechtfertigen es jedoch nicht, die rund vier Millionen betroffenen Haushalte mit bis zu 600 Millionen Euro alle zehn Jahre zusätzlich zu belasten“, kritisierte Haus & Grund-Präsident Rolf Kornemann nach einem Bericht der Deutschen Handwerks Zeitung.

Wie an dieser Stelle berichtet, will das rheinland-pfälzische Ministerium für Umwelt unter der Leitung von Ulrike Höfken (Bündnis 90/Die Grünen) gemeinsam mit Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen die bundesweit geltende Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV)  kurzfristig verschärfen. So soll eine wiederkehrende Prüfpflicht für oberirdische Heizöltanks zwischen 1.000 und 10.000 Litern eingeführt werden. Eine Entscheidung über die AwSV soll Ende Mai fallen. Käme die Prüfpflicht, würden Millionen Verbraucher durch verbindliche Prüffristen für Heizölanlagen belastet. Eine Prüfung wird bisher mit rund 400 Euro veranschlagt - die Kosten für eine Reparatur oder gar Austausch eines Tanks nicht mit eingerechnet.

Ölleck Thema im Landtag – Reserve-Lagerstätten sicher?

Die Ursache des Ölaustritts ist immer noch nicht bekannt.

Ölleck Thema im Landtag – Reserve-Lagerstätten sicher?

(8. Mai 2014) Nachdem am 12. April Öl auf einer Weide bei Gronau-Elpe austrat und Rinder, die das Öl-Wassergemisch gesoffen hatten, geschlachtet werden mussten, ist die Ursache des Ölaustritts immer noch nicht bekannt. Bei Untersuchungen wurden noch weitere Austrittsstellen in der Umgebung gefunden. Die Bemühungen konzentrieren sich nun auf Schadensbegrenzung. Neben den örtlichen Behörden befasst sich nun auch der Landtag in Nordrheinwestfalen mit dem Problem: "Kein Aufwand ist zu hoch, um dieses Problems Herr zu werden", betonte der Minister Garrelt Duin (SPD) und versicherte, den Betroffenen werde rasch und unbürokratisch geholfen.

Nach Angaben der Bezirksregierung Arnsberg sind neben der Feuerwehr etwa 20 Fachfirmen durchgängig mit Sicherungs-, Sanierungs- und Aufklärungsarbeiten beschäftigt. Auch Technik der Bundeswehr wird zur Bodenuntersuchung eingesetzt.

Als potentielle Ursache werden Lecks der Salzkavernen im nördlichen Münsterland vermutet, die als Öl- und Gaslagerstätten dienen. Auch wenn im Februar ein Druckabfall in einer der Kavernen beobachtet wurde, sind Rückschlüsse auf die genaue Ursache der Ölaustritte wenige hundert Meter davon entfernt noch nicht erwiesen. Es bestehen Zweifel, ob die Sicherungsmechanismen der Ölreservelagerstätten ausreichend sind, wenn in über drei Wochen nicht verifiziert werden kann, ob ein Leck besteht, oder nicht. Die Politik befürchtet nun ein generelles Sicherheitsproblem von Kavernen als Lagerstätten und will weitere Auswirkungen prüfen.

Unterdessen informiert der Regierungsbezirk Arnsberg auf einer eigenen Website über die Einzelheiten des Schadens und der Gegenmaßnahmen.

Günstigere Ölimporte drücken auf Heizölpreis

Heizöl kostete im März 2014 rund 9,4 Prozent weniger als zwölf Monate zurvor.

Günstigere Ölimporte drücken auf Heizölpreis

(7. Mai 2014) Wie das  Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) berichtet, wurden im März 7,3 Millionen Tonnen Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland eingeführt. Im vergangenen Februar waren es 7,2 Millionen Tonnen. Im Vergleich zum März 2013 wurden in diesem März 4,1 Prozent weniger Rohöl importiert. Die wichtigsten Lieferanten in diesem Jahr sind die Russische Föderation, Norwegen, Großbritannien, Nigeria und Kasachstan.

Der Durchschnittspreis frei deutsche Grenze lag im März laut BAFA mit 584,63 Euro pro Tonne Rohöl 7 Prozent unter der Vorjahresmonatsniveau. Im Vergleich zum Februar 2014 ist dieser Preis um 2,8 Prozent gefallen. Insgesamt importierte Deutschland im März Rohöl im Wert von 4,3 Milliarden Euro. Damit fiel die Rechnung um 517,2 Millionen Euro niedriger aus als im Vorjahresmonat.

Der Endverbraucherpreis für 100 Liter Heizöl (3000 Liter Lieferung) lag nach Angaben des Brennstoffspiegels im März im Mittel bei 79,57 Euro. Im Vorjahresmonat zahlte der Kunde für die gleiche Menge noch 87,84 Euro. Das entspricht einem Preisrückgang von 9,4 Prozent. Im Vergleich zum Februar ist dieser Preis um 3,02 Euro (-3,7 Prozent) gefallen.

Milder Winter:

Deutsche kaufen 20% weniger Heizöl

Milder Winter: Deutsche kaufen 20% weniger Heizöl

(2. Mai 2014) Der Absatz von Mineralölprodukten im Zeitraum von Januar zum Februar, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, um 0,7 Prozent, von 17,1 auf 16,9 Millionen Tonnen, so ein aktueller Bericht des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Besonders der Heizölabsatz (schwefelarm) verringerte sich um 20,8 Prozent auf 2,35 Millionen Tonnen. Die größte Zuwachsrate mit 7,4 Prozent auf 340 Kilotonnen entfällt auf Biodiesel. Generell verzeichnen alle Kraftstoffe (Benzin, Diesel, Ottokraftstoff, schwerer Flugturbinenkraftstoff)ein Absatzplus.

Die rückläufige Entwicklung im Heizölabsatz erklärt sich vor allem durch den milden Winter und den dadurch geringen Heizölverbrauch. Die geringe Nachfrage wirkt unterstützend auf den Preisrückgang von Heizöl im Vergleich zum vergangenen Jahr. Der Grenzübergangspreis von Rohöl sank im beschriebenen Zeitraum um 6,3 Prozent, von 639,69 Euro auf 599,58 Euro. Nach Zahlen des Brennstoffspiegels ging der Endverbraucherpreis für Heizöl (schwefelarm) vom Februar 2013 zum Februar 2014 um rund 9 Prozent zurück.

Ab morgen neue EnEV

Nicht viele Heizkessel von Tauschpflicht betroffen

Ab morgen neue EnEV: Nicht viele Kessel von Tauschpflicht betroffen

(30. April 2014) Am 1. Mai treten die ersten Bestimmungen der novellierten Energiesparverordnung (EnEV) 2014 in Kraft. „Grundsätzlich gelten dann zwei Neuerungen: Die Austauschpflicht für Öl- und Gas-Heizkessel, die vor 1985 installiert wurden oder älter als 30 Jahre sind, sowie die Energieausweispflicht für Immobilien bei Verkauf oder Vermietung“, erklärt Hans-Jürgen Funke, Geschäftsführer des Verbands für Energiehandel Südwest-Mitte (VEH). Stichprobenkontrollen überprüften die Einhaltung der Energieausweispflicht.

Eigentümer, die bereits vor dem 1. Februar 2002 selbst in ihrem Haus, oder in einem Teil ihres Zweifamilienhauses gelebt haben, sind von der Bestimmung ausgenommen. Ist eine Immobilie in den vergangenen zwei Jahren verkauft wurden, haben die neuen Eigentümer zwei Jahre Zeit, das Heizsystem umzurüsten. Lediglich Konstanttemperaturheizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen arbeiten, müssen ab 2015 stillgelegt werden. Wird ein Kessel ausschließlich oder teilweise zur Warmwasserbereitung, als Küchenherd oder als Einzelraumheizgerät genutzt, muss er nicht ersetzt werden. Auch Brennwert- und Niedertemperaturkessel mit hohem Wirkungsgrad fallen nicht unter die Novelle. Gleiches gilt generell für Kessel mit einer Nennleistung unter 4 kW oder über 400 kW.

Personen, die nach der neuen Regelung ihre Heizsysteme modernisieren müssen, können unter bestimmten Voraussetzungen Kredite der KfW in Anspruch nehmen. Der Effizient Sanieren-Kredit 151/152 wird denjenigen gewährt, die Wohnraum energetisch sanieren oder sanierten Wohnraum kaufen wollen. Dabei sind Kredite von bis zu 75.000 Euro pro Wohneinheit möglich. Beratung zu Fördermitteln und modernen Heizungssystemen, wie Kraft-Wärme-Kopplung oder der Brennwerttechnik, bietet der VEH an.

Anschaffungskosten: Öl- und Gasheizungen vorn

Im Vergleich schneiden Stromheizungen als Auslaufmodell am schlechtesten ab.

Anschaffungskosten: Öl- und Gasheizungen vorn

(29. April 2014) Es ist ein bisschen wie die Partnersuche: Vollgedämmtes Gebäude (25) sucht effiziente Heizung für langjährige und zuverlässige Partnerschaft. Aber wie findet man die Richtige? Der Energiehändler Präg gibt Beziehungstipps, was die verschiedenen Partner auszeichnet und wo die Schwächen der jeweiligen Heizsysteme liegen. Betrachtet werden die Systeme Strom-, Gas-, Öl-, Pellet- und alternative Heizungen.

Im Vergleich schneiden Stromheizungen als Auslaufmodell am schlechtesten ab. Durch gestiegene Strompreise, auch in der Nacht, und ohne derzeitige Steuervergünstigungen, sind sie im Betrieb einfach sehr teuer.

Gas- und Ölheizsysteme punkten dagegen mit geringen Anschaffungskosten und der freien Anbieterwahl.  Ölheizungen seien zudem extrem langlebig und zählen dank ihrer Brennwerttechnik zu den effizientesten Heiztechniken überhaupt. Gleiches gilt natürlich auch für Gasheizungen. Auch in Kombination mit Solarenergie eignen sich eine Öl- oder Gasheizung besonders. Der Einbau von Heizungen mit Hybridlösungen würde zudem staatlich gefördert.

Umweltfreundliche Pelletheizungen kranken dagegen immer noch an den recht hohen Anschaffungskosten. Noch sind Pellets als Brennstoff recht günstig, unterliegen aber einer ständigen Preissteigerung (wir berichteten). Auch hier sind staatliche Förderungen möglich.

Zuletzt führt Präg alternative Heizsysteme an, die im Betrieb und bei der Wartung recht günstig sind, deren Anschaffungskosten aber immer noch die meisten Budgets übersteigen. Auch der Platzbedarf, beispielsweise  einer reinen Solarthermieheizung, übersteigt die Möglichkeiten vieler Immobilienbesitzer. Als Hybridtechnologie lässt sich Solarthermie aber sinnvoll mit anderen Brennstoffen kombinieren.

Ideal scheint demnach ein beständiger Partner, der unterstützend alternative Energiequellen nutzt.

Nur Heizöl profitiert von günstigeren Importpreisen

Die Einfuhrpreise für Energie waren im März 2014 um 8,5 Prozent niedriger als im März 2013.

Nur Heizöl profitiert von günstigeren Importpreisen

(28. April 2014) Wie das statistische Bundesamt mitteilt, waren die Einfuhrpreise im März 2014 um 3,3 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Einen deutlichen Einfluss darauf hatte die Entwicklung der Einfuhrpreise für Energie. Diese waren im März 2014 um 8,5 Prozent niedriger als im März 2013. Im Vergleich zu Februar 2014 verbilligten sich die Energieimporte um 2,4 Prozent. Dabei sanken besonders die Preise von Steinkohle( -8,5 Prozent) und Erdgas (-10,5 Prozent) im Vergleich zum Vorjahresmonat. Rohöl verbilligte sich im Import um 6,7 Prozent.

Diese Preisminderung ist allerdings noch nicht beim Endverbraucher angekommen. Nur Heizöl ist im Vergleich zum Vorjahresmonat März um 9,64 Prozent günstiger geworden und beträgt jetzt 78,83 Euro je 100 Liter (bei 3000 Liter Lieferung). Der Erdgaspreis erhöhte sich sogar geringfügig um 9,89 Prozent auf 6,45 Cent je Kilowattstunde, der Preis für Steinkohle stieg beträchtlich um 10,14 Prozent auf 14,88 Euro pro 25 Kilogramm.

Wie wir bereits berichteten, lohnt es sich aber, gerade bei Gaslieferanten, die Angebote zu vergleichen, da nun ein größerer Handlungsspielraum für Händler besteht und der bisherige Lieferant möglicherweise nicht mehr der Günstigste ist.

Wartung und Sanierung von Ölheizung jetzt fördern lassen

Gerade die warme Jahreszeit eignet sich, um dem Wärmeverlust Einhalt zu gebieten.

Ölheizung: Wartung und Sanierung jetzt fördern lassen

(24. April 2014) Der Heizölpreis ist gerade niedrig und tanken damit weniger teuer. Und trotzdem könnte es günstiger sein! Auch die Jahresendabrechnung der Stadtwerke für Fernwärme oder die Stromrechnung regen kaum zu Jubel an. Der Spargedanke ist immer präsent. Und er lässt sich bei jedem Heizsystem auch umsetzen, mit energetischer Modernisierung durch Wärmedämmung.

Der erste Schritt sollte dabei immer eine Vor-Ort-Beratung sein, die vom Staat finanziell gefördert wird. So werden Mängel und Möglichkeiten für sinnvolle Heizanlagen und weitere Maßnahmen erkannt und besprochen. Der Energieberater hilft auch bei der Suche nach geeigneten Fördermitteln, beispielsweise über die KfW, wie wir bereits in früheren Meldungen informierten.

Die Deutsche Energieagentur (dena) legt den Fokus vor allem auf alte Häuser mit schlecht gedämmten Wänden, Dächern und Kellern. Auch bei Fenstern könne mit Dreifachverglasung, anstelle der herkömmlichen Doppelverglasung, effektiv Wärme gespart werden. Als Richtlinie gibt sie vor: Je größer die zu dämmenden Flächen, umso größer sei das Einsparpotenzial und umso höher auch die notwendigen Investitionen.

Weiterhin keine Ursache für Öllachen bei Münster gefunden

Als Ursache wird eine undichte Stelle im System der Salzgewinnungsgesellschaft Westfalen vermutet.

Weiterhin keine Ursache für Öllachen bei Münster gefunden

(22. April 2014) Wie der Kreis Borken am 13. April berichtete, tritt in Gronau-Epe Öl auf einer Weide an die Oberfläche. Ein Pächter bemerkte die erste Lache von drei Lachen, als mehrere Rinder davon getrunken hatten. Infolge dessen mussten sechs Rinder geschlachtet werden.

Heute – neun Tage nach dem Fund – ist immer noch keine Klärung in Aussicht. Als Ursache wird eine undichte Stelle im System der Salzgewinnungsgesellschaft Westfalen (SGW) vermutet, die ausgehöhlte Salzstöcke als Lagerstätten für die nationale Ölreserve bereit stellt. In den sogenannten Kavernen lagern zwischen Gronau-Epe und Ahaus 1,4 Millionen Kubikmeter Rohöl. Die Vermutung, eine undichte Rohrleitung sei das Problem, wurde nach Informationen des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) durch Drucktest widerlegt.

Nach einem früheren IWR-Bericht könnten auch die Kavernen selbst undicht sein. Ein Sprecher der SGW soll gegenüber dem WDR eingeräumt haben, dass es bereits im Februar einen Druckabfall in einer der Kavernen gab, dessen Ursache bislang ungeklärt ist. Ein Zusammenhang mit den Ölaustritten bei Gronau-Epe sei also nicht auszuschließen.

Bereits im letzten Jahr soll es Probleme mit der Öllagerung in Kavernen gegeben haben, als im niedersächsischen Etzel 40.000 Liter Öl auf dem Gelände der Firma IVG Caverns austraten. Nun verhärten sich die Zweifel an der Eignung von ausgedienten Salzstöcken als Lagerstätten für Rohstoffe und vor allem von Atommüll.

Erzeugerpreise für Haushalte: Nur Heizöl günstiger

Im März 2014 waren die Energiepreise um 2,6 % niedriger als im Vorjahresmonat.

Erzeugerpreise für Haushalte im März: Nur Heizöl günstiger

(17. April 2014)  Die Energie-Erzeugerpreise gewerblicher Produkte, ein wichtiger Indikator für die Verbraucherpeise, lagen im März 2014 um 0,9 % niedriger als im März 2013. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, sanken die Erzeugerpreise gegenüber Februar 2014 um 0,3 %. 

Die Preisentwicklung bei Energie hatte den höchsten Einfluss auf die Entwicklung des Gesamtindex. Im März 2014 waren die Energiepreise um 2,6 % niedriger als im Vorjahresmonat, gegenüber Februar 2014 fielen sie um 0,8 %. Die Erzeugerpreise ohne Berücksichtigung von Energie lagen um 0,3 % niedriger als im März 2013 (unverändert gegenüber Februar 2014).

 

Besondere Preisentwicklungen bei Energie im März 2014  
Energieträger Veränderung in % gegenüber 
März 2013 Februar 2014
Mineralölerzeugnisse – 4,6 – 1,0
darunter:
- Leichtes Heizöl – 7,8 – 2,3
- Flüssiggas als Kraft- oder Brennstoff – 7,0 – 7,6
- Dieselkraftstoff – 3,9 – 1,2
- Motorenbenzin – 3,9 – 0,6
Elektrischer Strom – 3,2 – 0,9
darunter:
- Börsennotierungen – 15,9 – 4,2
- für Weiterverteiler – 10,1 – 1,8
- für gewerbliche Anlagen 1,1 0,0
- für Haushalte 1,0 0,1
Erdgas (Verteilung) – 3,3 – 0,6
darunter:
- für die Industrie – 4,8 – 0,3
- für Haushalte 0,5 0,0
Günstige Großhandelspreise für Heizöl kommen beim Kunden an

Die Preise für Heizöl sind im März 2014 um 4,9 Prozent günstiger gewesen.

Günstige Großhandelspreise für Heizöl kommen beim Kunden an

(11. April 2014) Wie das Statistische Bundesamt (DESTATIS) mitteilt, haben die niedrigen Preise von Mineralöl und festen Brennstoffen im Vergleich zum Vorjahr einen erheblichen Einfluss auf die Großhandelspreise. Diese beträgt für März 2014 -1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Bereits im Februar (-1,8 Prozent) und Januar (-1,7 Prozent) war dieser Rückgang zu erkennen.

Die Preise für feste Brennstoffe und Mineralölerzeugnisse, also auch Heizöl, seien demnach im März 2014 um 4,9 Prozent günstiger gewesen, als noch vor einem Jahr. Dabei sei aber ein leichter Preisanstieg um 0,4 Prozent von Februar zu März dieses Jahres zu verzeichnen.

Die Preisminderungen im Großhandel kommen auch beim Endverbraucher an. Nach Werten des Portals Brennstoffspiegel kosteten 100 Liter Heizöl am 11. April 2013, bei einer Lieferung von 3000 Litern, im Schnitt 85,82 Euro. Gestern, am 10. April 2014, lag der durchschnittliche Preis für diese Menge bei  79,49 Euro. Der Endverbraucher spart zurzeit, im Vergleich zum Vorjahr, also 6,33 Euro je 100 Liter – bei einer 3000 Liter-Lieferung demnach 190 Euro oder 7,5 Prozent.

Hoffnung auf Libysches Öl lässt Rohölpreise fallen

Der ständig fallende Ölpreis freut den Verbraucher.

Hoffnung auf Libysches Öl lässt Rohölpreise fallen

(8. April 2014) Der ständig fallende Ölpreis freut den Verbraucher. Die Ursache für diese Entwicklung, neben dem stabilen Eurokurs und ganz entgegen der momentanen Lage in der Ukraine und Russland, liegt in der Hoffnung auf die Öffnung der Libyschen Ölexporthäfen. Die Hoffnung begründet sich in Verhandlungen der Zentralregierung in Tripolis mit dem Rebellenführer Ibrahim Jathran, dessen Milizionäre bereits seit acht Monaten die Ölhäfen besetzen.

Nach Berichten der Plattform shareribs.com sei es tatsächlich gelungen eine Rückführung der vier, im Osten des Landes, besetzten Ölexporthäfen zu vereinbaren. Die ersten beiden Häfen sollen sofort übergeben werden, die beiden wichtigeren Häfen Ras Lanuf und Es Sider allerdings erst nach einer Frist von zwei bis vier Wochen.

Sollten die Exporte aus Libyen tatsächlich wieder auf den Markt kommen, müsste sich der bisherige Abwärtstrend der Rohölpreise sogar noch verstärken. Skeptisch stimmen allerdings die in der Vergangenheit immer wieder gebrochenen Vereinbarungen.

Den Preisfall dämpfen derzeit nur die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine. Russland soll derzeit weiteren Einfluss auf Teile der Ostukraine ausüben, der sich ähnlich auswirken könnte, wie auf der Krim.

Auch die Aufwärtsrevisionen der Nachfrageschätzungen im bisherigen Jahresverlauf stoppten den Preisrückgang nicht. Zwischen Dezember und März hob zum Beispiel die IEA ihre Schätzung der Ölnachfrage 2014 um 200.000 Barrel nach oben an. Der Ölmarkt sei ein angebotsgetriebener Marktplatz, so die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW).

Die LBBW belasse ihre Prognose für den Benchmarkt Spot Brent daher unverändert bei 100 US Dollar zur Jahresmitte beziehungsweise zum Jahresende. Auch die Spekulationen auf steigende Ölpreise könne den Preis weiter drücken. Dies stelle derzeit allerdings eine geringere Gefahr dar.

Günstigerer Rohöl-Preis kommt auch bei Verbrauchern an

Aktuell zahlen Heizöl-Kunden 8,8 % wengier als vor einem Jahr.

Günstigerer Rohöl-Preis kommt auch bei Verbrauchern an

(7. April 2014) Wie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mitteilt, wurden nach vorläufigen Berechnungen im Februar 2014 7,2 Millionen Tonnen Rohöl nach Deutschland eingeführt – 5,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (6,8 Millionen Tonnen). Der Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl frei deutsche Grenze betrug im Februar 600,62 Euro. Das entspricht einem Preisverlust von 7,7% gegenüber dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats (650,98 Euro).

Noch günstiger war Rohöl allerdings im Januar 2014. Seit dem ist der Grenzübergangspreis um 0,3 Prozent gestiegen. Die deutsche Rohölrechnung belief sich im Februar auf 4,3 Milliarden Euro, 111,7 Millionen weniger als ein Jahr zuvor.

Auch die Heizölpreise, die an die Rohölpreise gekoppelt sind, sind 2014 deutlich niedriger, und zwar um knapp 9 % als 2013. Aktuell zahlt der Verbraucher, bei einer Lieferung von 3000 Litern Heizöl, um die 80 Euro pro 100 Liter. Vor einem Jahr musste er mit Preisen bis zu 90 Euro rechnen.

Check der Ölheizung jetzt von KfW fördern lassen

Die betreffende Heizungsanlage muss mindestens zwei Jahre alt sein.

Check der Ölheizung jetzt von KfW fördern lassen

(4. April 2014) Die Tage werden wärmer – die Heizung bleibt aus! Genau der richtige Zeitpunkt um die Heizung zu pflegen, sanieren, erneuern und damit im kommenden Winter bares Geld zu sparen! Um die Heizungsoptimierung zu erleichtern fördert die KfW solche Investitionen mit dem Energieeffizient Sanieren – Kredit (151/152).

Dabei können bei Einzelmaßnahmen Kredite bis zu 50.000 Euro, für Maßnahmen, die eine ganze Wohneinheit betreffen, bis zu 75.000 Euro vergeben werden. Auch ein möglicher Tilgungszuschuss bis zu 13.125 Euro wird in Aussicht gestellt. Alternativ bietet die KfW für Privatpersonen das Zuschussprogramm 430 mit einem Zuschuss bis 18.750 Euro für jede Wohneinheit.

Thomas Ogsoka, Experte für Heizungen und Förderungen, erklärt auf dem Portal Energie-Fachberater.de die Voraussetzungen, um eine Förderung zu beantragen. Die betreffende Heizungsanlage müsse mindestens zwei Jahre alt sein. Zudem wäre es Pflicht, eine Bestandsaufnahme des Heizungssystems und einen hydraulischen Abgleich vorzunehmen. Außerdem verpflichte man sich zur Umsetzung aller erforderlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz am gesamten Heizsystem.

Ogsoka nennt beispielhaft weitere förderungsfähige Maßnahmen. So seien der Einbau einer Hocheffizienzpumpe, voreinstellbarer Heizkörperthermostatventile, eines Pufferspeichers oder Niederthemperaturheizkörper und Heizleisten sinnvolle Sanierungen. Auch die Aufrüstung des bestehenden Kessels zu einem Brennwertkessel und die nachträgliche Dämmung ungedämmter Rohrleitungen sind eingeschlossen.

Achtung! Ab dem ersten Juni 2014 verändern sich die Bemessungsgrundlagen des Kredites. Ausschlaggebend ist dann die Anzahl der Wohneinheiten nach der Sanierung. Außerdem muss der sachverständige Energieberater dann in der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes gelistet sein.

Ausführliche Informationen bietet die KfW hier.

Weitere Erklärungen finden sich hier.

Heizöl im Saarland günstiger als Gas

Gegenüber dem letzten Jahr kann ein Haushalt, der 3.000 Liter bestellt, somit bis zu 400 Euro einsparen.

Heizöl im Saarland günstiger als Gas

(3. April 2014) Wie der Verband für Energiehandel Südwest-Mitte (VEH) mitteilt, kosten 100 Liter Heizöl im Saarland derzeit ca. 80 bis 82 Euro (bei 3.000 Liter Liefermenge). Damit sei es der günstigste April seit 2010. „Gegenüber dem letzten Jahr kann ein Haushalt, der 3.000 Liter bestellt, somit bis zu 400 Euro einsparen“, meint Hans-Jürgen Funke, Geschäftsführer des VEH.

Weiter zitiert Funke:  „Im gerade veröffentlichten Energiepreisbericht des Landes Baden-Württemberg werden stabile bis sinkende Rohölpreise bis 2020 prognostiziert“. Trotzdem rät er dazu, den hauseigenen Tank jetzt auffüllen zu lassen. Neben den günstigen Preisen verweist Funke auch auf die aktuelle politische Lage im Bezug auf die Ukraine, den Ölexporteur Venezuela oder in Libyen, deren Entwicklung und Auswirkungen auf den Ölmarkt nicht abzusehen sind.

Heizöl sei im Saarland als Brennstoff inzwischen sogar attraktiver als Gas. Für die Menge Gas, die dem energiewert von 3000 Liter Heizöl entspricht, müsse der Verbraucher derzeit  rund 380 Euro mehr ausgeben. Die aktuelle Vergünstigung des Heizölpreises erklärt das Internetportal DeESA durch sinkende Rohölpreise an der Börse und einen stabilen Eurokurs.

Archiv

Weitere Artikel zu diesem Thema finden Sie in unserem Archiv:

aus Q1 2016

aus Q4 2015  aus Q3 2015  aus Q2 2015  aus Q1 2015

aus Q4 2014  aus Q3 2014  aus Q2 2014  aus Q1 2014

aus 2013  2005 bis 2012  bis 2004

letzte Änderung: 25.04.2017