Archiv: Meldungen im 2. Quartal aus 2015
Hier finden Sie ältere News zum Thema Heizöl

Gegenüber April leichte Teuerung, Preise für Endkunden stabil
Mai-Importe: Mineralöl und Erdgas deutlich günstiger
(29. Juni 2015) Die Importpreise für Energie sanken im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat um 21,2 %. Das berichtet das Statistische Bundesamt. Insbesondere die Importpreise für Rohöl (– 28,3 %), aber auch Mineralölerzeugnisse (–20,9 %), Strom (–19,8 %) und Erdgas (–10,9 %) waren gegenüber dem Vorjahr erheblich günstiger. Der Rückgang bei den Mineralölprodukten, zu denen auch Heizöl zählt, entspricht in etwa auch den der Preise für die Endkunden. Ein Vergleich dafür kann auf dem Portal Tecson angestellt werden. Bei Erdgas hingegen gab es im gleichen Zeitraum einen Rückgang um lediglich 1,6 %.
Russische Öl-Export-Pipeline. Foto: Rosneft
Im Vergleich zu April 2015 verteuerten sich die Energieimporte jedoch um 0,8 %. Während die Preise für importiertes Erdöl (+2,4 %) und Mineralölerzeugnisse (+2,5 %) im Vormonatsvergleich stiegen, wurden Erdgas (–1,8 %) und elektrischer Strom (–21,5 %) billiger. Nach Angaben des Fachmagazins Brennstoffspiegel blieben die Endkunden-Preise in diesen beiden Monaten für Heizöl (6,12 Eurocent je kWh), Erdgas (6,66 Eurocent je kWh) sowie Strom (hier: Heizstrom19,69 Eurocent je kWh) stabil.
Mittel von KfW oder BAFA in Anspruch nehmen - Hydraulischer Abgleich Voraussetzung
Wie Austausch alter Öl- und Gasheizungen fördern
(23. Juni 2015) Zum Beginn 20165 treten Teile der novellierten EnergieEinsparVerordnung (EnEV) in Kraft, die den Austausch von alten Heizkesseln zum Gegenstand haben. zuvor ab September gilt das Labeling für Heizungskessel auch im Altlagenbestand in Kraft. Besitzer einer veralteten Öl- und Gasheizung, die entweder 30 Jahre auf dem Buckel hat oder nicht mehr die Normwerte des Labelings erfüllt, müssen ausgetauscht werden. Wer jetzt schon weiß, dass er davon betroffen ist, sollte den Sommer (auch wenn der aktuell gerade nach Einschalten der Heizung schreit) zum Tausch nutzen – und dabei Fördermittel nutzen. Das Portal Intelligent heizen hat dazu eine Übersicht erstellt.
Foto: Intelligent heizen/VdZ
Grundsätzlich gilt: Je umweltfreundlicher die neue Heizung ist, um so mehr wird gefördert. Dabei kümmert sich das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit dem Marktanreizprogramm (MAP) um die Förderung eines Heizsystems, das auf Erneuerbare Energien wie Pelletheizungen, Wärmepumpen oder Solarthermie setzt, können über die KfW auch Heizungsanlagen mit fossilen Energieträgern gefördert werden. Voraussetzung ist, dass hier die modernste Technik, also Brennwert, installiert wird. Bei beiden Förderarten ist jedoch immer ein hydraulischer Abgleich nötig.
Preise stiegen gegenüber Vormonat jedoch deutlich an
Erzeugerpreise im Mai: Heizöl -18,2 %, Flüssiggas -24,6 %
(22. Juni 2015) Die Erzeugerpreise für Energie, ein wichtiger Indikator für die Entwicklung der Endverbraucherpreise, lagen im Mai 215 deutlich unter dem Vorjahresniveau.
Foto: Total Deutschland GmbH
Heizöl wurde nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 18,2 % günstiger, Flüssiggas sogar 24,6 %. Strom für Haushalte (-1,0 %) und Erdgas (-0.8 %) gaben hingegen kaum nach. Gegenüber dem Vormonat April ist jedoch bei Heizöl (+2,7 %) und Flüssiggas (+3,4 %) eine Teuerung festzustellen. Die Energiepreise generell waren um 4,1 % niedriger als im Vorjahresmonat und sanken gegenüber April 2015 um 0,2 %.
Gegenüber April 2015 jedoch Teuerung zu beobachten
Mai-Inflation: Heizöl um 16,7 % günstiger, Fernwärme um 4,5 %, Gas um 1,4 %
(17. Juni 2015) Die Inflationsrate lag im Mai 2015 um 0,7 % höher als im Vorjahresmonat. Das berichtet das Statistische Bundesamt. Die nach wie vor niedrige Teuerung der Verbraucherpreise ist vor allem der Preisentwicklung der Mineralölprodukte (−8,8 %, davon leichtes Heizöl: −16,7 %; Kraftstoffe:−6,3 %) die Gesamtteuerung. Der Preisrückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat hat sich jedoch seit Jahresbeginn allmählich abgeschwächt.
Foto: Joyous! / Wikimedia / Lizenz unter CC BY-SA 3.0
Günstiger als ein Jahr zuvor waren auch andere Energieprodukte (zum Beispiel Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme: −4,5 %; Gas: −1,4 %; Strom: –0,9 %). Nur die Preise für feste Brennstoffe erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresmonat (+2,3 %). Energie insgesamt verbilligte sich binnen Jahresfrist um 5,0 %. Ohne Berücksichtigung der Energie hätte die Inflationsrate im Mai 2015 deutlich höher bei +1,3 % gelegen.
Im Vergleich zum Vormonat April 2015 stiegen die Verbraucherpreise im Mai 2015 leicht um 0,1%.
Erwähnenswert sind im Mai 2015 die Preiserhöhungen bei Energie insgesamt um 1,0 % gegenüber dem Vormonat. Hier zogen sowohl die Preise für leichtes Heizöl (+3,7 %) als auch für Kraftstoffe (+2,3 %, darunter Superbenzin, Dieselkraftstoffe: jeweils +2,4 %) an. Lediglich Gas blieb mit −0,1 % nahezu stabil.
Bei Erdgas Spanne zwischen Import- und Verbraucherpreisen noch größer
Verbraucherschützer fordert niedrigeren Heizöl-Preis
(15. Juni 2015) Ein niedrigeren Preis für Mineralölprodukte, darunter auch Heizöl, fordert der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller. "Ein durchschnittlicher Haushalt hätte allein an der Tankstelle und beim Heizen etwa 15 Euro im Monat sparen können, wenn die gesunkenen Rohstoffpreise vollständig weitergegeben worden wären", so Müller gegenüber dem Handelsblatt, das wiederum in einem Bericht des Donaukuriers zitiert wird. Im Gegensatz zu Erdgas kommt jedoch beim Heizölpreis schon derzeit ein Großteil des Preisverfalls beim Ausgangsprodukt Rohöl an (wir berichteten, siehe Links).
Foto: Archiv
Heizöl gegenüber Vorjahr ebenfalls günstiger, nicht jedoch im Vergleich mit März
April: Rohölimporte konstant und um 28,6 % günstiger
(11. Juni 2015) Im April wurden 7,38 Mio. Tonnen Rohöl importiert. Das waren 0,1 % weniger als im Vorjahresmonat, berichtet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Im gesamten Jahr wurden bisher 29,7 Mio. Tonnen eingeführt. Das sind 0,3 % mehr als im Vorjahreszeitraum.
Pipeline von Rosneft, dem größten Einzelimporteur von Rohöl nach Deutschland. Foto: Rosneft
Die 5 wichtigsten von insgesamt 30 Lieferländern waren im im bisherigen Jahr die Russische Föderation (10,3 Millionen Tonnen), Norwegen (4,5 Millionen Tonnen), Großbritannien (3,7 Millionen Tonnen), Nigeria (2,4 Millionen Tonnen) und Aserbaidschan (2,0 Millionen Tonnen). Damit stammen 27,4 % der gesamten Rohöleinfuhren aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen; 17,3 % wurden aus OPEC Mitgliedsländern importiert.
Der Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl ab der deutschen Grenze betrug im April 413,71 Euro und lag damit um 28,6 % unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats (579,23 Euro). Gegenüber März (380,78 Euro) ist der Grenzübergangspreis um 8,6 % gestiegen.
Dieser Entwicklung folgten auch die Heizölpreise hierzulande. Gegenüber dem Vorjahresmonat verbilligte sich Heizöl bei einer Liefermenge von 3.000 Litern nach Angaben des Fachmagazins Brennstoffspiegel um 15 Eurocent auf 65 Eurocent je Liter. Gegenüber März stiegen sie von 61 Eurocent je Liter auf 65 Eurocent.
Preisentwicklung jedoch auch abhängig vom Euro
Konstante OPEC-Förderung - Heizölpreis könnte bis Jahresende stabil bleiben
(8. Juni 2015) Die OPEC hat auf ihrem 167. Meeting am vergangenen Freitag ein Einfrieren der täglichen Fördermenge auf 30 Millionen Barrel beschlossen (mehr hier, in Englisch). Damit bleibt die Förderung des Kartells konstant. Dies wirkte sich auf den Börsen aus - die Kurse bleiben stabil Analysten gehen nun davon aus, dass auch der Rohölpreis sich bei einem Level zwischen 60 und 70 US-Dollar je Barrel einpendelt, so das Portal GeVestor. Durch diesen Preis gerieten jedoch die US-Fracker weiterunter Druck, so dass zum Jahresende ein Nachfrageüberschuss entstehen könnte, der die Preise wieder antreibt.
Foto: Ölplattform von OPEC-Mitglied VAE im Arabischen Meer, Nandu Chitnis / Wikimedia unter Lizenz CC BY-SA 2.0
Da der Rohölpreis neben dem Euro—Dollar-Kurs der wesentliche Faktor für den Heizölpreis hierzulande ist, könnte dieser bis zum Jahresende ebenfalls stabil bleiben, da die OPEC ihre Fördermenge zumindest bis zum nächsten Meeting im November nicht mehr ändert. Voraussetzung für feste Heizölpreise hierzulande ist aber eben auch ein stabiler Euro. Fällt dieser gegenüber dem US-Dollar, werden Mineralölprodukte wie Heizöl teurer, steigt er, werden sie günstiger.
1. Quartal: Fast 19 % mehr Heizöl abgesetzt
(4. Juni 2015) In Deutschland wurden im 1. Quartal dieses Jahres 5,25 Mio. Tonnen Heizöl abgesetzt. Das sind 18,9 % mehr als im Vorjahreszeitraum Das berichtet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle(BAFA).
Foto: VEH
Als Hauptgrund gelten die deutlich niedrigeren Preise für Heizöl. Von Januar bis März lagen diese mit rund 60 Eurocent je Liter (bei einer Gesamtliefermenge von 3.000 Litern) rund 25 % niedriger als vor einem Jahr. Zudem ist im gleichen Zeitraum der Import von Mineralölprodukten um 15,5 % auf 9,4 Millionen Tonnen angestiegen. Ebenso stieg die Einfuhr von Rohöl um 0,5 % auf 22,4 Millionen Tonnen. Der Grenz・ergangspreis von Rohöl hingegen ist um 39,5 % auf 360,27 Euro pro Tonne gesunken.
Tipps für die Ölheizung im Sommer
(2. Juni 2015) Gestern begann der meteorologische Sommer. An die Heizung verschwendet bei den zu erwartenden Temperaturen jenseits der 30 Grad, die für die nächsten Tage prognostiziert sind, kaum jemand Gedanken. Dennoch sollt ein Gang in den Heizungskeller drin sein. Denn der könnte viel Geld sparen – auch bei längerer Abwesenheit am Wochenende oder im Urlaub. Dazu folgende Tipps vom Themendienst Heizöl:
Foto: Die richtige Einstellung der Heizungspumpe spart in den Sommermonaten richtig Geld. Foto: intelligent-heizen.info
Tipp 1: Achten Sie darauf, dass Ihre Heizungsanlage wirklich abgeschaltet ist. Ansonsten springt der Brenner an kühlen Morgen an und verursacht unerwünschte Kosten. Wie genau sich Ihre Heizung abschalten lässt, hängt von Ihrer Anlage ab und kann in der Bedienungsanleitung nachgelesen werden.
Tipp 2: Ist Ihre Heizung abgeschaltet, können Sie ebenfalls die Umwälzpumpe deaktivieren und auf diese Weise Stromkosten sparen. Die Leistung von Umwälzpumpen kann meist an der Pumpe selbst in drei oder mehr Stufen manuell eingestellt werden. Bei anderen Modellen werden Drehzahl und Leistung automatisch dem Bedarf an umgewälztem Wasser angepasst.
Tipp 3: Im Generellen gilt: Während der Sommermonate sollte die Heizungsanlage nur im Warmwasserbetrieb laufen. So gehen Sie sicher, dass keine unnötigen Heizkosten anfallen.
Tipp 4: Viele neue Heizungsanlagenmodelle mit einem Trinkwarmwasserspeicher sind mit einem Ferienprogramm ausgestattet. Diese Einstellung ist vom Hersteller so optimiert, dass die Anlage im passenden Sparmodus läuft. Vergleichen Sie in Ihrer Bedienungsanleitung, ob Ihre Heizungsanlage diesen Modus auch bietet.
Tipp 5: Das online-basierende Energiesparkonto ist ein geeignetes Mittel, um den Stromverbrauch Ihres Hauses und Ihrer Heizungsanlage im Leerlauf zu kontrollieren. Dafür lesen Sie vor und nach dem Urlaub Ihre Zählerstände ab und tragen die Werte in das Energiesparkonto. Im Verlauf können Sie in entsprechenden Darstellungen überprüfen wie hoch Ihr Verbrauch ist und decken mögliche Stromfresser auf.
Mineralöl-Importe im April um 22,6 % günstiger
(1. Juni 2015) Die Energie-Importe Deutschlands waren im April 2015 deutlich günstiger als im Vorjahresmonat. Gegenüber dem Vormonat März gab es allerdings zumindest bei den Mineralölprodukten eine spürbare Preissteigerung. Das berichtet das Statistische Bundesamt.
Größter Einzelimporteur für Deutschland von Rohöl: Rosneft. Foto: Rosneft.
Die Gesamteinfuhrpreise für waren im April 2015 um 22,1 % niedriger als im April 2014. Im Vorjahresvergleich sanken insbesondere die Importpreise für Erdöl (-28,9 %), aber auch Mineralölerzeugnisse (-22,6 %) und Erdgas (-13,5 %) waren gegenüber dem Vorjahr erheblich günstiger. Bei Heizöl, das zu den Mineralölprodukten zählt, stammt jede dritte bis vierte Tonne aus Importen und nicht von heimischen Raffinerien. Mehr dazu hier. Für Verbraucher sanken die Heizölpreise in Deutschland im gleichen Zeitraum um gut 24 %.
Im Vergleich zu März 2015 verteuerten sich die Energieimporte jedoch um 3,2%. Während die Preise für importiertes Erdöl (+9,5 %) und Mineralölerzeugnisse (+3,2 %) im Vormonatsvergleich stiegen, wurden Erdgas (- 4,5 %) und elektrischer Strom (-7,1 %) billiger.
Kühlere Witterung gegenüber Vorjahr verantwortlich
1. Quartal: Deutschland braucht mehr Heizöl und Erdgas
(29. Mai 2015) Besonders hohe Verbräuche verzeichneten im 1. Quartal dieses Jahres Heizenergien wie Erdgas und Mineralöl, resp. Heizöl. Das teilte die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) mit. Grund sei die gegenüber dem Vorjahr deutlich kühlere Witterung.
Grafik: AGEB
Der Mineralölverbrauch erhöhte sich demnach insgesamt um rund 7 Prozent. Etwa zwei Drittel davon entfielen auf leichtes und schweres Heizöl, deren Absatz um 18 Prozent beziehungsweise 29 Prozent anstieg.
Der Erdgasverbrauch lag mit 12 Prozent im Plus. Vor allem die im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigeren Temperaturen im Februar und März (wir berichteten) führten zu einem höherem Erdgaseinsatz im Wärmemarkt.
Tipps: Wann und wie Heizöl kaufen
(26. Mai 2015) Die Heizölpreise gehen derzeit rauf und runter. Für Verbraucher ist es deswegen schwer einzuschätzen, wann der richtige Zeitpunkt für einen günstigen Einkauf wäre. Denn die Zeiten, wo Heizöl im Frühjahr günstig und im Herbst teurer wurde, sind lange vorbei. Die Stuttgarter Nachrichten geben in einem Beitrag einige Hinweise, was man beim Heizölkauf beachten sollte.
Foto: VEH
Für den günstigsten Zeitpunkt hilft nur die Marktbeobachtung. Derzeit sind die Preise nach einer Steigerung von Mitte März bis Anfang Mai günstig. Das Preisniveau wird sich auch noch eine Weile halten. Der Bund der Energieverbraucher wird in der nächsten Ausgabe der Energiedepesche (hier kann ein kostenloses Probeheft angefordert oder ein Abo abgeschlossen werden) dazu eine Analyse bringen. Sind die Preise hingegen instabil, bieten sich auch Teilbestellungen an. Diese ermöglichen einen moderaten Durchschnittspreis.
Ebenfalls kostensparend ist eine Sammelbestellung. Eine Übersicht verschiedener Anbieter findet sich hier. Überprüft werden sollten dabei die Anfahrtskosten, da diese bei größeren Gruppen von Bestellern mehrfach anfallen und den Preisvorteil zunichte machen könnten.
Baden-Württemberg: Hälfte der Ölheizungen zu alt
(22. Mai 2015) Fast die Hälfte der in Baden-Württemberg installierten 900.000 Ölheizungen sind älter als 20 Jahre, etwa 65.000 Heizungen sogar älter als 30 Jahre. Durch die Sanierung der Heizungsanlagen könnte der Verbrauch an Heizöl um bis zu 40 Prozent gesenkt werden, so der Verband für Energiehandel Südwest-Mitte (VEH).
Ein Heizungswechsel kann viel Energie sparen. Foto: ZVSHK
Zugleich könnten sich Heizölkunden wegen des allgemeinen Preisrückganges sowie wegen de smidlen Winters über geringere Heizkosten freuen. Die Niedrigpreise hätten zudem dazu geführt, dass viele Verbraucher ihre Tanks befüllten. Im Januar 2015 lag nach Angaben des Verbandes der Heizölabsatz deutschlandweit etwa 26 Prozent, im Februar sogar 36 Prozent über dem jeweiligen Vorjahreswert.
Der Verband kritisiert zudem das Inkrafttreten des novellierten Erneuerbare-Wärme-Gesetz am 1. Juli 2015. Baden-Württemberg gebe als einziges Bundesland feste Rahmenbedingungen vor, wie Verbraucher zu heizen hätten. Auch bei kommunalen Eingriffen in den Wärmemarkt wie Anschlusszwänge an bestehende Wärmenetze, Benutzungszwänge für einzelne Energieträger, Verbrennungsverbote für feste Brennstoffe, sei das Ländle einer der Spitzenreiter. Die Monopolisierung in der Wärmeversorgung, die daraus folge, nützt oft nur einem: dem Betreiber der Anlage, nicht jedoch dem Nutzer. Zielführender sei es, dass sich Hausbesitzer selbst für die aus ihrer Sicht ökologisch und wirtschaftlich optimale Lösung zur Beheizung der eigenen vier Wände entscheiden könnten.
Erzeugerpreise: Heizöl im April um über 20 % günstiger
(20. Mai 2015) Die Erzeugerpreise für Energie, ein wichtiger Indikator für die zukünftige Entwicklung der Endverbraucherpreise, sind im April 2015 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen. Sie waren um 4,4 % niedriger als im Vorjahresmonat, gegenüber März 2015 sanken sie leicht um 0,1 %.
Müssen mit dem Preisverfall bei Mineralölprodukten zurüchtkommen: die deutschen Raffinerien, hier MiRO in Karlsruhe. Foto: Ikar.us / Wikimedia unter Lizenz CC BY 2.0 de
Dabei war im Vorjahresvergleich der Preisrückgang bei Mineralölerzeugnissen mit –12,1 % besonders stark, allerdings stiegen die Preise gegenüber März 2015 um 2,4 % an. Heizöl war um 20,4 % günstiger als vor Jahresfrist, Strom um 4,3 % und Erdgas um 3,9 %. Gegenüber dem Vormonat März verteuerte sich Heizöl hingegen um 5,1 %, während Strom leicht um 0,7 % nachgab und Erdgas um 0,8 %.
Heizkosten: Mieterbund rechnet mit deutlichen Rückzahlungen
(18. Mai 2015) Aufgrund des milden Winters und der deutlich gesunkenen Preise für Heizöl (wir berichteten) rechnet der Sprecher des Deutschen Mieterbund Ulrich Ropertz mit deutlichen Rückzahlungen bei den Heiz- und Warmwasserkosten, die rund die Hälfte der Nebenkosten ausmachten. Das berichtet die Abendzeitung München.

Ulrich Ropertz, Sprecher des Deutschen Mieterbundes. Foto: DMB
„Wir gehen davon aus, dass die Heizkosten – je nach Brennstoff – 2014 im Schnitt 20 bis 32 Cent pro Quadratmeter und Monat gesunken sind,“ so Ropertz. Beim Heizöl, das deutlich an Wert verlor, dürften die Rückzahlungen am höchsten sein. Für das neue Jahr sehe er eine ähnliche Entwicklung.
März: Rohöl um 35 % günstiger, Heizöl um 22 %
(12. Mai 2015) Deutschland importierte nach Angaben des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im März 2015 mit 7,5 Millionen Tonnen rund 2,3 % mehr Rohöl als im Vorjahresmonat. Größter Lieferant bleibt mit weitem Abstand Russland, allen voran der Staatskonzern Rosneft mit 37 % aller Importe, gefolgt von Großbritannien (17 %) und Norwegen (12 %).
Größter Einzelimporteur von Rohöl nach Deutschland: der russische Staatskonzern Rosneft. Foto: Rosneft
Gleichzeitig fielen die Preise für die Einfuhren um 34,9 %. Im gleichen Zeitraum gab nach Angaben des Fachmagazins Brennstoffspiegel der Preis für Heizöl um 22,1 Prozent nach. Wie schon im Vormonat kamen damit die internationalen Preissenkungen abzüglich der konstanten Kosten für Produktion und Logistik weitestgehend beim hiesigen Heizölkunden an.
Februar: 41 % mehr Heizöl verkauft
(5. Mai 2015) Der etwas überdurchschnittlich kalte Februar und die relativ günstigen Preise ließen den Heizölabsatz in Deutschland regelrecht explodieren. Nach Angaben des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stiegen die Verkäufe auf 3,73 Millionen Tonnen. Das sind 40,9 % mehr als im Vorjahresmonat.
Foto: Total GmbH
Der Preis des Ausgangsproduktes Rohöl sank im gleichen Zeitraum um 41,7 %. Die Preise für Heizöl sanken nach Angaben des Fachmagazins Brennstoffspiegel gegenüber Februar 2014 um 20 %. Damit kamen die internationalen Preissenkungen abzüglich der konstanten Kosten für Produktion und Logistik weitestgehend beim hiesigen Heizölkunden an.
20 % weniger Heizkosten für Ölheizer
Verband: Füllstände in Heizöltanks auf „historischem Höchststand“
(29. April 2015) Die günstigen Preise im Januar haben Heizölkunden im Saarland zuschlagen lassen. Der Verband Energiehandel Südwest-Mitte (VEH) geht nach Informationen der Saarbrücker Zeitung davon aus, dass zum Jahresbeginn rund 25 % mehr Heizöl verkauft wurde wie sonst in dieser Jahreszeit üblich. Nach Inforationen des Bundes der Energieverbraucher gilt dies auch für andere Flächen-Bundesländer.
Foto: VEH
Im März seinen nach einer Hochpreisphase im Februar die Preise nochmals gefallen, so der Verband. Das hätte ebenfalls zu Käufen geführt. Zusammen mit dem milden Winter befänden sich die Füllstände in den Heizöltanks mit rund zwei Dritteln nun auf einem „historischen Höchststand“. Beide Faktoren, milder Winter und günstige Preise, führten nach Verbandsschätzungen dazu, dass Ölheizer in diesem Winter mit bis zu 20 % niedrigeren Heizkosten rechnen könnten.
Zwei-Barrieren-Pflicht für Heizöltanks
(28. April 2015) Auch wenn die Ölheizung im Neubau in Deutschland keine Rolle mehr spielt, in Bestandsbauten stehen rund 5,9 Millionen Anlagen. Von denen sind nur 29 Prozent nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) auf dem Stand der Zeit, der übergroße Teil, also gut 4 Millionen gilt als technisch veraltet.
Der Bundesverbandes Behälterschutz weist deswegen auf die doppelte Barrierepflicht hin, die bei Heizöltanks herrscht. „Sollte sich etwa durch Korrosion ein Leck in der Tankwandung bilden, gibt es stets eine zweite Barriere, die austretendes Heizöl stoppt. Diese zweite Sperre ist entweder ein Auffangraum oder eine zweite Tankwandung. Der Raum zwischen den Wandungen kann mit einem Lecküberwachungssystem ausgerüstet werden. Im Fall einer unterirdischen Tanklagerung ist solch eine selbstsichernde Überwachung obligatorisch“, so der Verband in einer Brancheninformation.
Grafik: Gütegemeinschaft Tankschutz und Tanktechnik
Bei einer Sanierung oder bei der Neuinstallation einer oberirdischen Anlage kämen in der Regel moderne, geruchsdichte Tanks zum Einsatz. Sie brächten entweder ihre Auffangwanne aus Stahl oder Kunststoff bereits mit oder seien doppelwandig ausgeführt, weshalb oft auch von einem Tank-im-Tank-System gesprochen werde.
„Bestehende ober- und unterirdische Tanks können gemäß der gewässerschutztechnischen Anforderungen meistens mit einer Leckschutzauskleidung, also einer Innenhülle auf Vakuumbasis nachgerüstet werden. Über diese werkseitig vorhandenen Schutzmaßnahmen hinaus sollten Tankanlagen regelmäßig von Fachleuten inspiziert und die Sicherheitseinrichtungen wie z. B. Leckwarngerät, Heberschutzventil und Grenzwertgeber auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft werden“, so der Verband weiter.
Erzeugerpreise für Mineralöl im März um 13,1 % gefallen
(20. April 2015) Die Erzeugerpreise für Mineralölprodukte, ein wichtiger Indikator für die künftige Entwicklung des Heizölpreises, sind im März 2015 um 13,1 % gesunken. Das berichtet das Statistische Bundesamt. Sie trugen damit wesentlich zur Senkung der Erzeugerpreise generell bei.
Foto: Total Raffinerie Mitteldeutschland GmbH
Alle Energieprodukte verloren bei der Erzeugung gegenüber dem Vorjahresmonat März um 4,7 %. Auch wenn aktuell die Heizölpreise infolge der aktuellen Verteuerung des Rohöls an den Börsen anziehen, werden die aktuellen Erzeugerpreise diesen Preisauftrieb dämpfen. Hintergrundinformationen zur Entstehung des Heizölpreises finden sich hier.
Februar: Rohölpreis-Verfall kommt bei Heizölkunden an
(13. April 2015) Im Februar 2015 kosteten die Rohölimporte nach Deutschland 38,2 % weniger als im Vorjahresmonat, Das berichtet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle in seinem monatlichen Bericht. Die Importmenge ging dabei um1,7 % auf 7,1 Mio. Tonnen zurück.
Der Preisrückgang beim Ausgangsrohstoff entspricht in etwa dem beim Heizölpreis. Der ging nach Angaben des Fachmagazins Brennstoffspiegel im gleichen Zeitraum um 24,7 % zurück. Der geringere Rückgang gegenüber den Rohölpreisen ist den Herstellungskosten und den Aufwendungen für die Heizöl-Logistik geschuldet, die stabil blieben.
Berechnungen stützen sich ausschließlich auf den Heizölpreis.
Dämmung bei ölbeheizten Gebäuden kaum rentabel, aber trotzdem sinnvoll
(10. April 2015) Eine Wärmedämmung ist eine gute und vernünftige Maßnahme, die immer wieder meist aus unsinnigen gründen in der Kritik steht. (wir berichteten). Wissenschaftler sehen indes aufgrund der derzeitigen Ölpreisentwicklung eine Wärmedämmung an älteren ölbeheizten Gebäuden wirtschaftlich kaum rentabel. Unterhalb eines Heizölpreises von 70 Euro würde sich keine Wärmedämminvestition innerhalb von 20 Jahren amortisieren, meint die Tageszeitung Die Welt, die sich dabei auf Untersuchungsergebnisse des Umweltinstituts München stützt. Derzeit liegt der Heizölpreis knapp über 60 Euro.
Die Berechnungen stützen sich dabei ausschließlich auf den Heizölpreis. Einen ähnlichen Preissturz erlebte in den vergangenen Monaten nur Flüssiggas, das als Raffinerieprodukt an den Heizölpreis angelehnt ist. Sowohl die Preise für Erdgas als auch für Fernwärme, die mit über 65 % das Gros des deutschen Wärmemarktes bilden, haben keineswegs in diesem Maße nachgegeben (wir berichteten). Eine Dämmung wäre demnach hier nach wie vor aufgrund der Energiekosteneinsparung rentabler. Sinnvoll ist sie aufgrund der so oder so eingesparten fossilen Energie auch für ölbeheizte Gebäude allemal. Und zwei Vorteile müssen auch die kritischen Wissenschaftler bei einer Dämmung eingestehen: Sie sorgt für mehr Behaglichkeit und steigert eindeutig den Wert der Immobilie.
Januar: Heizöl-Absatz steigt um mehr als 26 %
(8. April 2015) Die Nachfrage nach Heizöl hat auch im milden Januar nicht nachgelassen. Da stieg nach Angaben des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) der Heizölabsatz in Deutschland um 26,1 % auf 1,91 Millionen Tonnen. Das dürfte auch an den niedrigen Preisen für Heizöl im Januar liegen, als viele Besitzer einer Ölheizung bestellten und ihre Tanks wie schon in den Vormonaten vorsorglich füllten.
Winter-Wärme-Kosten: Ölheizer freuen sich, Gasheizer nicht
(7. April 2015) Besitzer und Mieter, deren Wohnung mit einer Ölheizung befeuert wird, können sich nach diesem Winter über Abschläge von bis zu 18 % freuen. Das geht aus einer Untersuchung des Portals Verivox hervor, auf der ein Bericht der FAZ basiert. Zwar sei der zu Ende gegangene Winter nicht ganz so mild wieder letzte gewesen. Doch bei den Heizölpreisen gab es einen klaren Abwärtstrend, der nun den Verbrauchern zu Gute kommt.
Ein gegenteiliges Bild gibt es dem Portal nach beim Gaspreis. Dieser sei nur um 2 % gesunken, die Heizperiode durch die etwas kühleren Monate Dezember und Februar jedoch insgesamt um etwa 4 % teurer. Deswegen würden Gasheizer bei der Heizkostenabrechnung keine Entlastung spüren.
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