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Altbatterien - 56% sind noch brauchbar

Eine Kilowattstunde Strom aus der Steckdose kostet 16 Cent. Aus der Batterie kostet diese Kilowattstunde 160 Euro, also tausendmal mehr.

Altbatterien - 56% sind noch brauchbar

(01. Januar 2003) Eine Kilowattstunde Strom aus der Steckdose kostet 16 Cent. Aus der Batterie kostet diese Kilowattstunde 160 Euro, also tausendmal mehr. Trotz des hohen Preises werden fast 60% der Batterien weggeworfen, obwohl sie noch brauchbar sind. Das hat eine Untersuchung in der Schweiz ergeben.

Ein Drittel der weggeworfenen Batterien war dort noch in brauchbarem Zustand, ein Drittel sogar wenig gebraucht oder neuwertig. Die Erklärung: Hightech-Geräte wie Digitalkameras, Fotoblitz oder Minidisc-Player brauchen nicht nur Energie, sondern auch eine hohe Spannung. Besonders bei billigen Batterien sinkt die Batteriespannung schnell, obwohl noch viel Energie in der Batterie ist.

Tipp: Die scheinbar leeren Batterien aus der Digitalkamera umplatzieren ins Spielzeug, die Taschenlampe, Uhr oder Wecker. Dort tun es die angebrauchten Batterien noch lange. Ein einfaches Spannungsmessgerät zeigt an, wieviel Spannung eine Batterie noch abgibt.

Für Stromvielfresser wiederaufladbare Akkus verwenden. Die sind zwar teurer, lassen sich aber mit billigem Saft aus der Steckdose wieder füllen. Allerdings entladen sich Akkus pro Tag um bis zu ein Prozent, sind also für wenig genutzte Geräte nicht zu empfehlen.

Zelle statt Akku

Die Masterflex AG, Gelsenkirchen, nahm ihre erste Brennstoffzelle im Zukunftszentrum Herten in Betrieb.

Zelle statt Akku

(16. Januar 2003) Die Masterflex AG, Gelsenkirchen, nahm ihre erste Brennstoffzelle im Zukunftszentrum Herten in Betrieb. Das Unternehmen will kleine Brennstoffzellen produzieren, die herkömmliche Akkus ersetzen sollen.

Laptops könnten damit beispielsweise bis zu 30 Stunden lang netzunabhängig betrieben werden, zehnmal länger als mit einem Akku, so das Unternehmen. Die Mini-Brennstoffzelle sei leichter und entlade sich nicht selbst. Einen ersten Prototypen stellt Masterflex im März auf der CeBit vor, ab 2004 soll in Herten die Serienproduktion starten.

Stromspeicher-Technologien im Vergleich

Schwungradspeicher für Strom sind wieder aktuell

Stromspeicher-Technologien im Vergleich

Das Schwungradprinzip kennt man von der antiken Töpferscheibe oder Kinderautos. Die großen Schwungmassen von Turbinen und Generatoren sind aus der Stabilisierung der Stromversorgung heutzutage nicht mehr wegzudenken.

(14. Juni 2004) - Schwungradspeicher für Strom sind derzeit wieder aktuell. Die modernen Elektromotoren können Energie einem sehr schnellen Rad zuführen oder diese Energie wieder in Strom zurückverwandeln. Schwungradspeicher können zu einer Alternative für schwere und wartungsintensive Bleiakkus werden.

Stromspeicher Schwungrad

Derzeit werden Schwungradspeicher einer neuen Generation unter der Bezeichnung "Dynastore" entwickelt. Sie sollen innerhalb von 20 Millisekunden eine Leistung von zwei Megawatt ins Stromnetz abgeben können: 20 Sekunden lang.

Derzeitige Schwungradspeicher bestehen aus Stahlmassen in konventionellen Lagern. Sie drehen sich mit 2.000 bis 3.000 Umdrehungen. Der Dynastore-Speicher soll aus Kohlenfaser-Verbundwerkstoff bestehen, der berührungsfrei magnetisch in tiefgekühlten Supraleitern gelagert ist.

In den USA will ein Konsortium um Boeing ein Aggregat mit einer Kapazität von 35 Kilowattstunden bauen, das 100 Kilowatt Leistung über mehrere Minuten hinweg abgeben kann. Eine Alternative zu Batterien bieten auch moderne Kondensatoren (SuperCaps) und supraleitende Spulen.

Weitere Informationen enthält das BINE-Projektinfo 11/03.

 Tabelle Stromspeichertechnologien in Vergleich

Quelle: BINE-Projektinfo 11/03

Batterieverschleiß reduzieren

Jeder Haushalt hat Geräte, die Batterien benötigen

Batterieverschleiß reduzieren

(14. September 2006) - Jeder Haushalt ist ,"vollgestopft" mit Geräten, die Batterien (1,5 Volt) erfordern. Eine gute Alternative wären Nickel-Metallhydrid (NiMh)-Akkus, deren Nennspannung aber nur 1,2 Volt beträgt. Das allerdings reicht laut Hersteller für einige mit Batterien betriebene Geräte nicht aus. Ausprobieren lohnt sich aber. Der Vorteil der Akkus: Sie sind 1.000 Mal wieder aufladbar, was mit den üblichen Batterien nicht möglich ist. Wie die Grafik zeigt, bleibt die Spannung der Akkus zudem länger auf einem konstanten Niveau.

Diagramm Entladekurven im Vergleich - Batterien

Alkali-Mangan-Batterien sind zwar nicht für die Wiederaufladung konzipiert. Sie lassen sich aber mit einer Konstantspannung von bis zu 1,65 Volt bis zu 25 Mal nachladen, sofern die Batterie nicht zu stark entladen wurde. Bei spätestens etwa 1,2 Volt Restspannung sollte man mit nachladen beginnen.

Vorsicht: Alkali-Mangan-Primärzellen können durch Wiederaufladen undicht werden und auslaufen. Die alkalische Kalilauge ist ätzend. Verletzungen und Beschädigungen von Geräten können die Folge sein. Nicht jeder besitzt eine 1,65-Volt-Konstantspannungsquelle. In diesem Fall kann eines der alten Akkuladegeräte (Gleichspannung) ohne Ladeelektronik (Kennzeichen und typische Angabe: 14 Stunden Ladezeit für Akkus) benutzt werden. Nach fünf Stunden Laden misst man die Spannung der Alkali-Batterien: bis maximal 1,65 Volt Zellenspannung regenerieren - aber keinesfalls höher.

Auch die handelsüblichen Ladegeräte für RAM-Alkali-Batterien (wiederaufladbare, aber recht teure Alkali-Batterien) sind zum Regenerieren der normalen Alkali-Batterien geeignet.

Conrad-Elektronic (www.conrad.de) bietet unter anderen diese Geräte an (Rayovac Ladegerät PS1, Artikel-Nr. 613959-62, 14,95 Euro).

letzte Änderung: 05.01.2015