In diesem Jahr seien im Verbandsgebiet mit 7,5 Mio. t rund 15%weniger Heizöl verkauft worden als 2003, so der Verbandfür Energiehandel Südwest-Mitte
An Öl gespart
(5. Dezember 2004) - In diesem Jahr seien im Verbandsgebiet mit 7,5 Mio. t rund 15% weniger Heizöl verkauft worden als 2003, so der Verband für Energiehandel Südwest-Mitte, Mannheim, in dem 700 Brennstoff- und Mineralölhändler in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und im Saarland organisiert sind.
Statt einen Jahresvorrat zu ordern, hätten viele Haushalte nur kleine Mengen von 1500 l für den Bedarf der nächsten Monate eingekauft. Viele drehten ihre Heizungen zurück, in ländlicheren Regionen werde wieder Holz eingesetzt. Auch die Verbreitung energiesparender Systeme wie die Öl-Brennwerttechnik und schwefelarmes Heizöl habe zum Rückgang des Verkaufs geführt, denn diese benötigten für die gleiche Leistung bis zu 30% weniger Brennstoff.
Heizöl-Preise sinken
(23. September 2004) - An den Terminbörsen der International Petroleum Exchange (IPE) werden Heizöl-Futures gehandelt. Sie spiegeln die Schätzung der Experten für die Entwicklung der Heizölpreise in der Zukunft wieder. Daraus lassen sich Prognosen für die voraussichtliche künftige Entwicklung der Heizölpreise ableiten. Demnach ergibt sich für die Heizölpreise ein steigender Preis bis September 2004. Danach wird ein stetiges Absinken der Heizölpreise bis zum Sommer 2005 erwartet. Quelle: Gasmelder August 2004.
Die Ölwirtschaft verbreitet fröhliche Sorglosigkeit, wennes um die Reserven und Reichweiten von Öl und Gas geht.
Öl für Generationen?
(13. September 2004) Die Ölwirtschaft verbreitet fröhliche Sorglosigkeit, wenn es um die Reserven und Reichweiten von Öl und Gas geht, auch wenn die eigenen Felder nur zehn Jahre weit reichen. Dies steht in bemerkenswertem Gegensatz zu den bekannten Fakten.
Wie jedes Jahr veröffentlicht die deutsche Filiale von ExxonMobil kurz nach den BP-Zahlen für den deutschen Leser eine eigene Statistik unter dem Namen "Öldorado". Daran fällt Folgendes auf:
- In keinem der GUS-Staaten wurde auch nur eine Nachkommastelle der Reserven gegenüber dem Vorjahr verändert, obwohl in diesem Zeitraum 509 Millionen Tonnen gefördert wurden.
- In Afrika wurden vor allem in Algerien und Libyen die Reserven um fast 30 Prozent angehoben.
- In den restlichen Regionen der Welt wurden die Reserven weitgehend konstant gehalten.
Damit sind die Weltreserven auf einen neuen Rekord gestiegen: 171,727 Milliarden Tonnen (dies entspricht etwa 1.260 Milliarden Barrel). Erst im vergangenen Jahr wurde ein Rekordanstieg von 139 Milliarden Tonnen (1.020 Gigabarrel auf 164 Milliarden Tonnen (1.200 Gigabarrel) vermeldet. Damals wurde der Anstieg mit der Einbeziehung der kanadischen Ölsande begründet. Diesmal wird angeführt, dass die Neubewertung der iranischen Ölfelder diesen Sprung ermöglicht habe.
Beide Male wird dies mit den günstiger werdenden Förderkosten aufgrund neuer Technologien begründet. So schrieb das Branchenjournal Brennstoffspiegel im Augustheft 2004 mit der Titelüberschrift: "Öl für Generationen?": "Seit Jahrzehnten sind die sicher bestätigten Ölreserven ständig gestiegen. Im Jahr 1940 betrugen sie sechs Milliarden Tonnen und ihre Reichweite 21 Jahre. 1960 20 Jahre später, waren die sicher bestätigten Reserven auf das Fünffache, nämlich 41 Milliarden Tonnen gestiegen und die Reichweite hatte sich auf 38 Jahre verlängert, obwohl der jährliche Verbrauch erheblich zugenommen hatte. Heute entsprechen die sicher bestätigten Reserven trotz weiterer Verbrauchssteigerung mit 172 Milliarden Tonnen rund 48 Jahren. Fazit von Schulte-Bornemann, Leiter der Presse ExxonMobil Hamburg: So ist es eine sichere Voraussage, dass weder wir, unsere Enkel noch deren Enkel das Ende des Öls erleben werden".
Diese Sichtweise geht an wesentlichen Fakten vorbei:
- Die weltgrößte Ölfirma Exxon verfügt nur über Ölreserven für die kommenden zwölf Jahre. Für die Zeit danach hofft man auf neue Funde.
- Die größten Ölfelder der Welt wurden alle vor mehr als 50 Jahren gefunden.
- Seit den 60er Jahren nehmen die Ölfunde tendenziell ab (siehe Grafik gegenüber).
- Seit 1980 übersteigt der jährliche Verbrauch die jährlichen Neufunde.
- Dem historischen Maximum der Ölfunde muss irgendwann ein Maximum der Ölförderung folgen. Es gibt viele Hinweise darauf, dass dieser Zeitpunkt sehr nahe bevorstehen könnte oder sogar bereits hinter uns liegt.
Immer deutlicher klaffen die Schätzung der Optimisten und der Pessimisten auseinander. Eine Ausweitung der Förderquote von derzeit etwa 77 Millionen Barrel täglich (3,9 Milliarden Tonnen jährlich) scheitert bereits heute, weil kein Land seine Förderung noch deutlich ausweiten kann. Saudi Arabien müsste seine Förderung von derzeit zehn Millionen Barrel täglich um drei bis fünf Millionen Barrel täglich ausweiten, um die Förderrückgänge in anderen Regionen der Welt auszugleichen.
Werner Zittel und Jörg Schindler von der Ludwig-Bölkow-Stiftung sind der Meinung, dass die vom US Geological Survey (USGS), US Energy Information Administration (EIA) und Internationaler Energieagentur (IEA) vertretenen Projektionen über die künftige Verfügbarkeit von Öl zu großer Sorge Anlass geben wegen ihrer beruhigenden Botschaft, die auf unzureichenden Begründungen beruht. Künftige Begrenzungen, die sich mittlerweile klar abzeichnen, werden ignoriert und damit werden fatale politische Signale gesendet (www.energiekrise.de).
Grafik aus dem Poster des US Geological Survey.
Der Bund der Energieverbraucher rät dazu, mit dem Auffüllen der Heizöltanks nicht mehr zu lange zu warten.
"Heizölkauf nicht auf den Herbst vertagen" Verbraucherverband warnt vor knappheitsbedingten Preisanstiegen.
Der Bund der Energieverbraucher rät dazu, mit dem Auffüllen der Heizöltanks nicht mehr zu lange zu warten.
(30. Juni 2004) "Die Kaufzurückhaltung der vergangenen Monate war richtig", kommentiert Dr. Aribert Peters vom Bund der Energieverbraucher, "Die Umsätze des Heizölhandels sind dramatisch eingebrochen. Nun sind die Heizölpreise jedoch spürbar gesunken. Zum Herbstanfang wird der Preis wegen der hohen Nachfrage wieder deutlich nach oben gehen. Deshalb könnte der richtige Zeitpunkt für den Heizölkauf jetzt gekommen sein. Denn jetzt lässt sich über den Preis noch reden. Das wird in ein paar Wochen vorbei sein".
Der Bund der Energieverbraucher veröffentlicht eine wöchentlich aktuelle Analyse des Marktgeschehens und eine Grafik der Preisentwicklung im Internet.
Mittelfristig Verdreifachung auf 90 US$/Barrel Rohölprognostiziert
Energieexperten erwarten dramatisch steigenden Ölpreis
Mittelfristig Verdreifachung auf 90 US$/Barrel Rohöl prognostiziert
(7. Juni 2004) - Österreichs führende Energieexperten aus Wirtschaft und Wissenschaft warnen vor einem dramatischen Anstieg der Rohölpreise: Innerhalb des nächsten Jahres wird ein Anstieg auf 42 US$/Barrel Rohöl erwartet. Bis 2009 gehen die Experten von annähernd einer Verdopplung auf 60 US$ aus, bis 2014 wird mit einem Anstieg auf rund 90 US$ gerechnet, was beinahe einer Verdreifachung der derzeitigen Preise entsprechen würde.
Die Experten warnen vor den Folgen für Wirtschaft und Energieversorgung, sollte es zu einem dritten Ölpreisschock kommen. Sie richten einen dringenden Appell an die verantwortlichen Energiepolitiker, den sich abzeichnenden Preisschock durch zeitgerechte Gegenmaßnahmen abzufangen.
Univ.Prof. Dr. Reinhard Haas, (Energy Economics Group/TU Wien): "Wenn die österreichische Poltik nicht jetzt die entsprechenden Maßnahmen setzt, kann es zu schwerwiegenden Rückschlägen für die österreichische Wirtschaft kommen."
Als vorrangig erachten die Experten eine deutliche Steigerung der Energieeffizienz und einen forcierten Ausbau der erneuerbaren Energiequellen. Vor diesem Hintergrund lehnen die Experten eine Einschränkung des Ökostromausbaus in Österreich entschieden ab.
Ulfert Höhne, Vorstand der oekostrom AG: "Wir brauchen mehr solcher Erfolgsstorys, nicht weniger." Christian Holter, Geschäftsführer des Grazer Solar-Weltmarktführers SOLID: "Der Umbruch der Energiemärkte kann auch als Chance für die österreichische Exportwirtschaft gesehen werden."
Die Ölpreisprognose ist Ergebnis einer Delphi-Studie, die von 22 führenden österreichischen Energie-Experten im Rahmen der von 28. bis 31. Mai dauernden Energiegespräche erarbeitet und diskutiert wurde. Im Zuge einer Delphi-Studie wird ein mehrstufiger Meinungsbildungsprozess zu künftigen Entwicklungen unter Fachexperten durchgeführt.
Zu den Energiegesprächen treffen sich alljährlich Energieexperten aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, um aktuelle Fragen der Energiepolitik und künftige weltwirtschaftliche Entwicklungen zu erörtern. Die diesjährigen Energiegespräche fanden in Goldegg (Salzburg) statt.
Je Einwohner importiert die Bundesrepublik jährlich 1.500Liter Rohöl mit einem Energiegehalt von 15.000Kilowattstunden.
Woher kommt unser Öl?
(6. Juni 2004) - Je Einwohner importiert die Bundesrepublik jährlich 1.500 Liter Rohöl mit einem Energiegehalt von 15.000 Kilowattstunden. Der Importpreis beträgt derzeit 16,3 Cent je Liter. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle veröffentlicht monatlich die Menge des importierten Rohöls, die Herkunftsländer und den Preis des importierten Öls.
Die letzte Statistik enthält die Daten für Februar 2004. Danach kommt das Erdöl in Deutschland zu 77 Prozent von den "Großen vier" Förderländern: Russische Föderation (33 Prozent), Norwegen (22 Prozent), Libyen (zwölf Prozent) und Großbritannien (zehn Prozent).
Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) sagt einenweiteren kräftigen Anstieg der Öl- und Benzinpreisevoraus und empfiehlt eine höhere Ökosteuer.
Ökosteuer empfohlen
(25. Mai 2004) - Wenig Freunde macht sich das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) . Es sagt nicht nur einen weiteren kräftigen Anstieg der Öl- und Benzinpreise voraus, sondern empfiehlt auch noch eine höhere Ökosteuer.
Die Ölpreise würden angesichts des stark wachsenden Bedarfs in Asien und der begrenzten Förderkapazitäten mittel- und langfristig erheblich über dem heutigen Niveau liegen. Die Politik dürfe den Verbrauchern auf keinen Fall suggerieren, dass die hohen Preise nur ein kurzfristiges Phänomen sind, dessen Auswirkungen sich womöglich durch eine Abschaffung der Ökosteuer beseitigen lassen.
Eine weitere Erhöhung der Steuer in einer konzertierten Aktion vieler Industrieländer würde zu mehr Energieeffizienz führen und damit auch Druck von den Ölmärkten nehmen.
Wegen falscher Bewertung seiner Reserven muss der Ölkonzern seine Gewinne nach unten korrigieren.
Shell korrigiert
(22. April 2004) - Wegen falscher Bewertung seiner Reserven muss der Ölkonzern Royal Dutch/Shell, London, seine Gewinne für die vergangenen vier Jahre um insgesamt 446 Mio. Dollar nach unten korrigieren. Davon entfallen 90 Mio. Dollar auf 2000, 40 Mio. Dollar auf 2001, 100 Mio. Dollar auf 2002 sowie 130 Mio. Dollar aufs vergangene Jahr.
Nach Überprüfung von 90% der Öl- und Gasreserven müssen 4,35 Mrd. Barrel an Öläquivalenten neu bewertet werden. Zudem fallen die Reserven zum Jahresende um 0,5 Mrd. Barrel an Öläquivalenten niedriger aus. Somit betrug der Bestand an geprüften Ölreserven Ende 2002 rund 15 Mrd. Barrel bzw. 14,5 Mrd. Barrel Ende 2003. Nach Konzernchef Philip Watts trat auch Finanzchefin Judy Boynton zurück.
Tafelwasser ist vier Mal teurer als Mineralöl ...
Ist Öl teuer? Mineralwasser: 189 Dollar pro Barrel
(27. Dezember 2003) Tafelwasser ist vier Mal teurer als Mineralöl, Milch 2,5 Mal teurer und Coca-Cola 1,7 Mal teurer. Der Vergleich bezieht sich auf die Preise von 1995, die Verhältnisse sind aber vergleichbar geblieben.

Öl kostete damals 43 Dollar je Barrel, das sind 159 Liter. Beim Getränkekauf ist den Verbrauchern der Preis offensichtlich nicht bewusst und er ist erst recht kein Kaufkriterium. Eine vierköpfige Familie verbraucht zirka 1,5 Tonnen Getränke jährlich bei einem Verbrauch von einem Liter je Tag und Kopf. Benzin und Diesel werden jedoch für teuer gehalten.
Seit Kriegsende stieg der Benzinpreis um jährlich 1,5 Eurocent je Liter durch steigende Besteuerung bei fallenden Ölpreisen ab Ölfeld. Allerdings haben die im letzten Jahr stark gestiegenen Benzinpreise den Verbrauch spürbar zurückgehen lassen, um sechs Prozent bei Benzin und vier Prozent bei Diesel.
Ölkonzerne: Gewinnrausch
(Dezember 2003) Die großen Ölkonzerne haben ihre Gewinne deutlich erhöht. Welche kausale Beziehung zur Weltpolitik und der Irakkrise bestehen, darüber kann man angesichts der engen Verknüpfung der führenden Köpfe der US-Regierung mit dem Ölgeschäft nur Mutmaßungen anstellen.
Der weltweit zweitgrößte Ölkonzern Royal Dutch/Shell hat im ersten Quartal 2003 seinen Nettogewinn um 96 Prozent auf 3,9 Mrd. Dollar erhöht.
Der größte Energiekonzern ExxonMobil hat dank des gestiegenen Preises auch für Erdöl seinen Quartalsgewinn gar verdreifacht auf 7,04 Mrd. Dollar. ExxonMobil ist damit das gewinnstärkste Unternehmen der USA.
Damit halbieren sich die Schwefeldioxid-Emissionen der deutschen Haushalte.
Schwefel im Heizöl halbiert
(10. Oktober 2003) Das Bundeskabinett hat beschlossen, den Grenzwert für den Schwefelgehalt des Heizöls ab 2008 auf 0,1% zu halbieren. Damit halbieren sich die Schwefeldioxid-Emissionen der deutschen Haushalte.
Für schweres Heizöl wird der zulässige Schwefelgehalt bereits ab 2003 herabgesetzt. Schwefeldioxid wird für die durch sauren Regen verursachten Waldschäden verantwortlich gemacht. In den neunziger Jahren ist die Schwefeldioxid-Belastung der Luft in Deutschland erheblich zurückgegangen: von 5,5 Mio t. 1990 auf 0,8 Mio. t 1999.
Viele Heizölhändler versuchen zum Ölpreis ein - Gefahrengut-Zuschlag- zu kassieren
Aufschläge unzulässig
(10. Oktober 2003) Wie die Süddeutsche Zeitnung meldet, versuchen viele Heizölhändler zusätzlich zum Ölpreis ein "Gefahrengutzuschlag" zu kassieren. Das ist laut Bayerischem Wirtschaftsministerium unzulässig. Heizölhändler müssen den tatsächlichen Endpreis pro Liter nennen inklusive aller Preisbestandteile wie Zuschläge und Steuern.
Dazu sind sie nach der Preisangabenverordnung verpflichtet. Der Rechnungsendbetrag geteilt durch die Liefermenge muss den bei der Bestellung vereinbarten Literpreis ergeben.Verstöße sollten den Kreisverwaltungsbehörden gemeldet werden. Der Kaufvertrag wird durch einen solchen Verstoß allerdings nicht unwirksam.
Erdölförderung
(16. September 2002) Ab dem 1. Februar drosselt die OPEC die tägliche Fördermenge um 1,5 Millionen Barrel pro Tag. Im vergangenen Jahr war die Fördermenge viermal ausgeweitet worden, um den Ölpreisanstieg zu bremsen. Nach dem Fall der Ölpreise im Herbst beschloß die OPEC die Kürzung, um die Preise wieder steigen zu lassen.
Preis und Verbrauch
(14. August 2002) Die Grafik zeigt auf der senkrechten Achse den Rohölpreis und auf der anderen Achse den Verbrauch in den Jahren 1970 bis 1997.

Die Ölkrisen waren mit einer Drosselung des Verbrauchs verbunden. Mit sinkender Nachfrage fiel auch der Preis wieder. Hohe Preise stimulieren die Effizienz und reduzieren den Verbrauch. Erst erneuter Verbrauchsanstieg ermöglicht auch Preiserhöhungen (Quelle: e&m 15.10.01).
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