Archiv: Meldungen im 1. Quartal aus 2014
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Kommt Prüfpflicht für Heizöltanks?
(31.März 2014) Das rheinland-pfälzische Ministerium für Umwelt unter der Leitung von Ulrike Höfken (Bündnis 90/Die Grünen) will die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) kurzfristig verschärfen. So soll eine wiederkehrende Prüfpflicht für oberirdische Heizöltanks zwischen 1.000 und 10.000 Litern eingeführt werden. Diese gibt es bisher nicht.
„Mit Hilfe des Bundesrates wollen einige Länder das Heizen für vier Millionen Haushalte verteuern. Geplant sind regelmäßige Prüfungen von Heizöltanks. Die Folge: Mehrbelastungen für die Verbraucher in Höhe von 400 bis 600 Millionen Euro (bezogen auf 10 Jahre – Anm. BdE) zusätzlich zu den ohnehin schon hohen Energiekosten. Zudem würden durch eine solche Maßnahme zusätzliche Verwaltungskosten in den Bundesländern entstehen, die alle Steuerzahler betreffen. Gewinner werden Prüforganisationen sein, die sich bereits auf das Millionen-Geschäft freuen“, befürchtet der Verband Mittelständische Energiewirtschaft Deutschland (MEW).
Ölheizungen laufen in Deutschland nahezu störungsfrei. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ereigneten sich 2011 insgesamt 266 Unfälle an stationären nichtgewerblichen Anlagen der WGK 2, diese umfassen Heizöl und Diesel. Dabei wurden 114.300 Liter freigesetzt, von denen nur 20.300 Liter nicht wiedergewonnen werden konnten. Das entspricht etwa 0,1 % des gesamten Heizölabsatzes in Deutschland.
Gegenüber Januar 2014 sanken die Preise für Energie um 0,2 %.
Erzeugerpreise: Heizöl um 10,1 % günstiger, Gas um 2,7 %
(20. März 2014) Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte, einem wichtigen Indikator für die Entwicklung der Endkundenpreise, lagen im Februar 2014 um 0,9 % niedriger als im Februar 2013. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, blieben die Erzeugerpreise gegenüber Januar 2014 unverändert.
Die Preisentwicklung bei Energie hatte mit einem Minus von 2,6 % gegenüber Februar 2013 den höchsten Einfluss auf die Entwicklung des Gesamtindex. Gegenüber Januar 2014 sanken die Preise für Energie um 0,2 %. Die Erzeugerpreise ohne Berücksichtigung von Energie lagen um 0,3 % niedriger als im Februar 2013 (unverändert gegenüber Januar 2014).
Insgesamt lagen die Preise für Mineralölerzeugnisse im Februar 2014 0,8% über denen des Vormonats, jedoch 6,6% unter denen ein Jahr zuvor. Mit -10,1 % war Heizöl für die größte Änderung im Mineralölbereich gegenüber Februar 2013 verantwortlich. Im Vergleich zum Januar 2014 stieg der Preis im Februar hier jedoch um 2%. Auch Bitumen aus Erdöl ist im Vergleich zum Vorjahr markant im Preis gefallen. Während der Unterschied zum diesjährigen Januar nur -1,8 % beträgt, liegt der Preis 9,2% unter dem des letztjährigen Februars. Benzin und Diesel fielen im Vergleich zu 2013 um 6,7% und 6,3%, wurden gegenüber dem Januar aber wieder um 0,8% teurer.
Auch die Preise für elektrischen Strom haben 2014 nachgelassen. Unverändert gegenüber dem Januar 2014 liegt die Preisdifferenz zum Februar 2013 bei -3%.
Noch stärker ist der Rückgang im Endverbrauchergeschäft.
Großhandel: Brennstoffe und Mineralöl um 6,4 % günstiger
(18. März 2014) Die Verkaufspreise im Großhandel waren im Februar 2014 um 1,8 % niedriger als im Februar 2013. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hatte im Januar 2014 die Jahresveränderungsrate – 1,7 % betragen, im Dezember 2013 waren es – 1,3 %.
Die auf Großhandelsebene verkauften Waren verbilligten sich im Februar 2014 gegenüber dem Vormonat Januar 2014 um 0,1 %. Einen wesentlichen Einfluss auf die Gesamtentwicklung gegenüber dem Vorjahresmonat hatten im Februar 2014 die um 6,4 % niedrigeren Preise im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen. Noch stärker ist der Rückgang im Endverbrauchergeschäft. Hier gingen die Preise etwa bei Heizöl im gleichen Zeitraum um 9 % zurück.
Lediglich die reinen Handwerkerleistungen, also die Arbeitsleitungen, sind steuerlich absetzbar.
Heizölnutzer bei Schornsteinfeger auf Rechnung achten
(17. März 2014) Eine neue Regelung beim Finanzamt sorgt seit Beginn 2014 dafür, dass Eigenheimbesitzer ihre Schornsteinfegerrechnung nicht mehr vollständig von der Steuer absetzen können. Um nicht die mögliche Steuerrückerstattung einzubüßen, ist es wichtig, sich ab sofort vom Schornsteinfeger eine spezielle Rechnung ausstellen zu lassen. Zukünftig müssen Kehrarbeiten und Feuerstättenschau darauf getrennt aufgeführt werden. Das berichtet der Themendienst Heizöl.
Laut Finanzamt sind ab der Steuererklärung 2014 Gutachtertätigkeiten, zu denen auch Abgasmessungen der Heizanlage und die Feuerstättenschau gehören, nicht mehr steuerlich absetzbar. Lediglich die reinen Handwerkerleistungen, also die Arbeitsleitungen, sind steuerlich absetzbar. Sie müssen auf der Rechnung separat aufgeführt werden.
Die Heizungsbesitzer tragen die komplette Verantwortung dafür, ihre Anlage nach der gesetzlichen Vorgabe überprüfen zu lassen. “Den Überblick zu den anstehenden Kontrollterminen behalten Verbraucher mit Hilfe des sogenannten Feuerstättenbescheids, in dem alle existierenden Feuerungsanlagen zusammen mit dem Zeitpunkt der zu erledigenden Aufgaben eingetragen sind. Dieses Dokument bekommt jeder Eigenheimbesitzer durch den zuständigen Schornsteinfeger ausgestellt”, erklärt Wolfgang Ebert, TOTAL Deutschland.
Noch ein Tipp: Da beim Heizen mit schwefelarmem Heizöl weniger Rußablagerungen entstehen, verlängern sich auch die Prüfintervalle nach der KÜO (Kehr- und Überprüfungsordnung). Sofern die Anlage raumluftunabhängig arbeitet oder ein Öl-Brennwertkessel betrieben wird, braucht der Schornsteinfeger die Abgaswege nur noch alle zwei Jahre zu überprüfen. Als Nachweis für den Einsatz von schwefelarmem Heizöl genügt die Rechnung oder der Lieferschein.
Beim Schornsteinfeger wird zwischen hoheitlichen und nichthoheitlichen Tätigkeiten unterschieden. Soll eine Schornsteinkehrung, eine Abgaswegeüberprüfung oder eine Immissionsschutzmessung durchgeführt werden, können Hauseigentümer eigenständig den dafür qualifizierten Handwerker auswählen. Denn diese Aufgaben gehören zu den nichthoheitlichen Tätigkeiten. Während zuvor jedem Heizungsbesitzer der Schornsteinfeger fest zugeordnet war, können Verbraucher seit der Neuregelung 2013 bei der Kontrolle Ihrer Heizungsanlage ein ganzes Stück freier über den beauftragten Handwerker entscheiden. Das sieht bei hoheitlichen Tätigkeiten wie zum Beispiel der Abnahme von Feuerstätten anders aus. Nur der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger darf nach wie vor eine solche Aufgabe erledigen.
Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Februar um 1,2 % höher als im Vorjahresmonat.
Februar: Deutlich günstigeres Heizöl drückt Inflationsrate
(14. März 2014) Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Februar 2014 um 1,2 % höher als im Vorjahresmonat. Im Januar 2014 hatte die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex – bei + 1,3 % und im Dezember 2013 bei + 1,4 % gelegen. Der Preisauftrieb im Februar 2014 blieb damit gering. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Verbraucherpreisindex im Februar 2014 um 0,5 %. Das Statistische Bundesamt (Destatis) bestätigt damit seine vorläufigen Gesamtergebnisse vom 27. Februar 2014.
Die vergleichsweise niedrige Inflationsrate im Februar 2014 war erneut vor allem auf die rückläufige Preisentwicklung bei Mineralölprodukten zurückzuführen (− 6,8 % gegenüber Februar 2013, davon leichtes Heizöl: − 8,7 %; Kraftstoffe: − 6,3 %). Ohne Berücksichtigung der Mineralölprodukte hätte die Teuerungsrate bei + 1,7 % gelegen. Im Gegensatz dazu waren Strom mit + 2,3 % und feste Brennstoffe mit + 3,7 % teurer als vor einem Jahr. Energie insgesamt verbilligte sich im Februar 2014 um 2,7 % gegenüber Februar 2013.
Gegenüber dem Vormonat erhöhten sich im Februar 2014 die Preise für Energie insgesamt um 0,3 %. Sowohl für Kraftstoffe (+ 0,5 %; darunter Superbenzin: + 0,7 % und Dieselkraftstoff: + 0,4 %) als auch für leichtes Heizöl (+ 0,7 %) mussten die Verbraucher mehr zahlen. Etwas teurer gegenüber dem Vormonat wurde im Februar 2014 auch Strom (+ 0,2 %). Leicht rückläufig waren hingegen die Preise für Gas sowie Umlagen für Fernwärme und Zentralheizung (jeweils: − 0,2 % gegenüber Januar 2014).
Rückgang des Heizölpreises um etwa 7 % bis 2020 möglich.
Energiepreisbericht: Heizöl könnte dauerhaft günstiger werden
(13. März 2014) Im gerade veröffentlichten Energiepreisbericht für Baden-Württemberg 2012/2013 wird auch eine Prognose zur Entwicklung der Rohölpreise und damit zur Entwicklung der Heizölpreise abgegeben.
Für die Rohölpreise wurden dafür die Notierungen der New Yorker Rohstoffbörse NYMEX zugrundegelegt. Demnach ergibt sich „aufgrund der gegenwärtigen Börsenwerte bis 2020 ein sinkender Rohölpreis, nachdem für 2012 und 2014 zwei Maxima erreicht wurden“, so der Bericht, der im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg vom Leipziger Institut für Energie erstellt wurde. „Der Rückgang der Rohölpreises von 2013 bis 2020 um fast 10 % führt zu einem Rückgang des Heizölpreises um etwa 7 % im gleichen Zeitraum“, schätzt der Bericht ein.
Diese Preistendenzen seien allerdings mit großen Unsicherheiten verbunden, da vor allem politische (Krisen-)Ereignisse in wichtigen Rohölförderregionen oder -ländern zu Preisausschlägen nach oben führten, die allerdings nicht prognostizierbar seien, so die Studie ebenfalls.
Marktbeobachter halten einen russischen Lieferausfall von Gas und Öl zunächst für unwahrscheinlich.
Heizölpreis erreicht zum Wochenende Jahrestiefststand
(7. März 2014) Zum Wochenende erreicht der Heizölpreis seinen Jahrestiefstand, wie bereits heute Morgen prognostiziert. Mit 79,35 Euro pro 100 Liter als bundesweiten Durchschnitt für Heizöl EL bei einer Abnahmemenge von 3.000 Litern liegt er damit 46 Cent unter dem gestrigen Durchschnitt und ist damit so günstig wie zuletzt vor 2,5 Jahren.
Laut dem Onlineportal des Fachmagazins brennstoffspiegel.de könnte dies unter anderem mit einer neuen Einschätzung der Auswirkungen der ukrainischen Krise auf die Versorgungslage Europas zusammenhängen: Marktbeobachter hielten einen russischen Lieferausfall von Gas und Öl zunächst für unwahrscheinlich.
Das neue Heizölpreistief macht im Vergleich zum Vorjahr einen Preisunterschied von 8,72 Euro aus, vermutlich nicht zuletzt wegen des milden Winters und der früh einsetzenden Frühlingstemperaturen.
Davon profitieren auch die hiesigen Heizölpreise, die derzeit durchweg den günstigsten Stand seit drei Jahren haben.
Stabilität von Brent sorgt für berechenbare Heizölpreise
(6. März 2014) Nordsee-Öl Brent, die für den europäischen Raum wichtigste und preisprägende Rohölsorte, hat sich nach Angaben der US-Regierungsbehörde Energy Information Administration (EIA) im Jahr 2013 außergewöhnlich stabil verhalten. Die Unterschiede zwischen dem höchsten (8. Februar 2013) und dem niedrigsten (17. April 2013) Jahreskurs betrug gerade mal 21,21 US-Dollar je Barrel. Das war die geringste Schwankung seit 2006.
Diese Entwicklung scheint sich auch, zumindest im 1. Quartal 2014 und hier noch verstärkt, fortzusetzen. Am 3. März wurde mit 111,20 Dollar der bisher höchste Preis notiert, am 4. Februar mit 105,78 Dollar der niedrigste. Die Spanne beträgt also nur 5,42 Dollar.
Entscheidend für diese Preisstabilität ist das derzeit äußerst reichliche Angebot an Rohöl in Europa und damit in Deutschland. Davon profitieren auch die hiesigen Heizölpreise, die derzeit durchweg den günstigsten Stand seit drei Jahren haben. Auch die Preisschwankung ist hier eher marginal. Am ersten Tag des Jahres war Heizöl mit 84,34 Euro je 100 Liter (bei 3.000 Litern Gesamtlieferung) am teuersten, derzeit ist es mit 80,50 Euro (stand heute) am günstigsten. Auch hier beträgt die Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Preis gerade mal 3,86 Euro. Sollte der Euro weiterhin stabil bleiben und die Krim-Krise nicht erneute Spekulationen an den Börsen anfachen, könnte 2014 ein ruhiges und günstiges Jahr für den Heizölkauf werden.
Trotz Krim-Krise: Heizöl günstig
(3. März 2014) Zwar bestimmt die Krim-Krise derzeit die Nachrichtenlage und treibt die Rohölpreise. Doch auf die Heizölpreise in Bayern hat dies noch keinen Einfluss. Zum Wochenstart kostet Heizöl derzeit etwas mehr als 79 Euro (gerechnet auf 100 Liter einer 3.000-Liter Lieferung). „Das ist nur wenig mehr als noch am Freitag“, sagt Markus Brunner, Geschäftsstellenleiter des Bayerischer Brennstoff- und Mineralölhandels-Verband (BBMV).
„Da wir nicht genau abschätzen können, wie sich die Situation weiter entwickelt, raten wir Heizölkunden jetzt zum Kauf“, so Brunner weiter. Denn Heizöl sei derzeit so günstig wie seit 2011 nicht mehr. Am damaligen 3. März war es rund 7,50 Euro teurer. 2012 wurden am gleichen Tag sogar 10,50 Euro mehr bezahlt. Und exakt vor einem Jahr waren 6 Euro mehr fällig.
Dennoch werde die Krise auch auf deutsche Heizölpreise wirken. Eine Verknappung aufgrund der Krise sei zwar unwahrscheinlich, da das für hiesige Raffinerien bestimmte russische Rohöl nicht über die Ukraine befördert werde, analysiert Brunner die aktuelle Lage. Jedoch würden solche Konflikte an den Börsen immer zu sogenannten Risikoprämien führen und damit zur Verteuerung von Rohöl und damit indirekt von Heizöl.
Heizöl günstiger als vor drei Jahren – Verband rät zu Kauf
(24. Februar 2014) Zum Wochenbeginn liegt der Tageswert für den Heizölpreis deutlich unter dem Niveau der vergangenen drei Jahre. „Mit einem Preis zwischen 83 und 84 Cent pro Liter (bei der Abnahme von 3000 Litern) ist der gegenwärtige Preis nicht nur günstiger als am 24. Februar 2012 und 2013, sondern liegt sogar unterhalb des Wertes von 2011“, bestätigt Hans-Jürgen Funke, Geschäftsführer des Verbandes für Energiehandel Südwest-Mitte (VEH). „Trotz der tagesüblichen Schwankungen haben wir derzeit ein sehr attraktives Preisniveau, das sich nun schon seit mehreren Wochen überwiegend seitwärts bewegt“, so Funke. „Dass wir mit dem heutigen Tag nicht nur deutlich unter den beiden Vorjahren liegen, sondern nun sogar die Marke von 2011 unterschritten wird, ist aus Verbrauchersicht sicherlich sehr erfreulich.“
Gibt es im Moment auch kaum Anzeichen für einen starken Preisanstieg, rät der VEH dazu, den günstigen Zeitpunkt zur Bevorratung zu nutzen. Funke dazu: „Ob sich der Heizölpreis in den nächsten Wochen und Monaten weiterhin so verbraucherfreundlich entwickelt, ist verlässlich kaum vorauszusagen. Zu komplex sind die wechselnden Einflüsse von Weltwirtschaft und -politik auf den Ölpreis.“ So wirken sich aktuell sowohl die guten Konjunkturdaten aus China als auch die fortgesetzte expansive Geldpolitik der US-Notenbank unmittelbar auf den Ölpreis aus. Hinzu kommen die anhaltenden geopolitischen Spannungen in den Krisengebieten im Nahen Osten und Nordafrika.
Angesichts des bislang mild verlaufenden Winters zögern viele Verbraucher damit, den eigenen Energievorrat aufzufüllen. „Dass die Verbraucher noch abwarten und auf weiter nachgebende Preise hoffen, ist durchaus verständlich. Die Heizsaison kann sich jedoch bis Mai ziehen – und ein Preisanstieg zu dieser Jahreszeit nicht ausgeschlossen werden. Wenn man bedenkt, dass bei einer Tankfüllung derzeit im Vergleich zu den Vorjahren bares Geld gespart werden kann, ist es wenig ratsam, zu lange um den Preis pokern“, so Funke.
Heizöl kostete 7,1 % weniger als im Vorjahresmonat.
Januar: Günstigeres Mineralöl sorgt für niedrigere Inflation
(13. Februar 2014) Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Januar 2014 um 1,3 % höher als im Januar 2013. Im November 2013 hatte die Inflationssrate – gemessen am Verbraucherpreisindex – ebenfalls bei + 1,3 % und im Dezember 2013 bei + 1,4 % gelegen. Der Preisauftrieb blieb damit zu Jahresbeginn gering. Im Vergleich zum Vormonat sank der Verbraucherpreisindex im Januar 2014 um 0,6 %. Das Statistische Bundesamt (Destatis) bestätigt somit seine vorläufigen Gesamtergebnisse vom 30. Januar 2014.
Die moderate Inflationsrate im Januar 2014 war erneut vor allem auf die rückläufige Preisentwicklung bei Mineralölprodukten zurückzuführen (− 5,2 % gegenüber Januar 2013, darunter leichtes Heizöl: − 7,1 %; Kraftstoffe: − 4,6 %): Ohne Berücksichtigung der Mineralölpreise hätte die Teuerungsrate im Januar 2014 bei + 1,7 % gelegen. Im Gegensatz zur verbraucherfreundlichen Preisentwicklung bei Mineralölprodukten waren im Januar 2014 vor allem Strom mit + 2,5 % und feste Brennstoffe mit + 2,4 % teurer als vor einem Jahr. Energie insgesamt (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) verbilligte sich im Januar 2014 um 1,8 % gegenüber Januar 2013.
Veränderung dem Vormonat Dezember 2013
Gegenüber dem Vormonat verbilligte sich im Januar 2014 auch Energie insgesamt um 0,7 %. Insbesondere sanken die Preise für Kraftstoffe und leichtes Heizöl jeweils um 2,2 %. Teurer gegenüber dem Vormonat wurde im Januar 2014 hingegen Strom (+ 1,1 %). Jedoch fiel der Anstieg der Strompreise deutlich geringer aus als vor einem Jahr (Januar 2013: + 9,9 % gegenüber Dezember 2012).
Quelle: Destatis
2013 lag der Preis pro Liter Heizöl durchschnittlich fünf Cent unter dem des Vorjahres.
(12. Februar 2014) 2013 lag der Preis pro Liter Heizöl durchschnittlich fünf Cent unter dem des Vorjahres. Die Befüllung eines 3.000-Liter-Tanks kostete somit 150 Euro weniger als 2012.
Nach einer Berechnung Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO) musste ein Ölheizer im 15-Jahres-Zeitraum von 1999 bis 2013 bei einer jährlichen Abnahmemenge von 3.000 Litern insgesamt 25.500 Euro für Heizöl ausgeben. Für die entsprechende Energiemenge Erdgas fielen im gleichen Zeitraum 27.500 Euro an. Haushalte, die mit Fernwärme oder Flüssiggas beheizt werden, mussten mit rund 30.000 Euro bzw. 37.000 Euro sogar noch tiefer in die Tasche greifen.
Der Mineralölhandel hat im Übrigen nur einen geringen Einfluss auf die Preisgestaltung, da sich der Endpreis zu über 95 Prozent aus dem internationalen Rohölpreis und Steuern zusammensetzt.
Verbraucher profitieren dennoch vom Wettbewerb der rund 3.000 Heizölanbieter, indem sie günstige Marktlagen ausnutzen – zumal Liefertermin- und Menge grundsätzlich frei wählbar sind. Das gilt auch bei so genannten Wärmeabos, die inzwischen ein Großteil der Lieferanten im Angebot hat. Dabei werden die Kosten einer Heizöllieferung auf monatliche Beiträge verteilt, sodass das Auffüllen des Tanks nicht auf einen Schlag bezahlt werden muss.
Die Energiedepesche wird in ihrer nächsten Ausgabe (ED 01/14) ausführlich über die Faktoren berichten, die hierzulande den Heizölpreis prägen und Tipps zum Einkauf liefern
Studie: Peak Oil - Herausforderungen für Thüringen
(10. Februar 2014) Die weltweit schwindenden Ölvorkommen gefährden die bisherige Basis unseres Wirtschaftssystems. Die Landtagsfraktion der Bündnis90/Die Grünen in Thüringen hat deshalb eine Studie anfertigen lassen. "Öl ist der einzige nicht erneuerbare Energierohstoff, bei dem in den kommenden Jahrzehnten eine steigende Nachfrage nicht mehr gedeckt werden kann", heißt es darin.
Ist Thüringen darauf vorbereitet? Als im Februar vor zwei Jahren Ägypten auf die Barrikaden ging, war man besorgt. Denn acht Prozent des globalen Öltransports erreicht Europa durch den Suezkanal.
Laut Studie ist es vor allem die Abhängigkeit vom Öl als Kraftstoff im Straßenverkehr, die Thüringen verletzlich macht. Der bisherigen Förderung der Exportwirtschaft, will die Studie die "Betonung dezentraler Strukturen nicht nur im Energie- sondern auch im Wirtschaftsbereich" entgegensetzen. Regionale Wirtschaftskreisläufe sollten über Pilotprojekte und finanzielle Anreize gefördert werden. So könnten etwa landwirtschaftliche Großmaschinen auf den Betrieb mit Pflanzenölen umgestellt werden. "Das hilft auch den heimischen Ölmühlen".
Haushalte mit Ölheizungen zahlen für 2013 durchschnittlich 0,4 Prozent weniger.
(10. Februar 2014) Deutsche Heizölnutzer können sich auf leicht gesunkene Heizkosten freuen: Haushalte mit Ölheizungen zahlen für 2013 durchschnittlich 0,4 Prozent weniger als für 2012, trotz der im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 Prozent kälteren Witterung. Grund dafür ist die Entwicklung des Ölpreises, der gegenüber 2012 um 5,6 Prozent sank. Trotz des größeren Öl-Bedarfs sanken darum auch die Kosten für die Haushalte.
Dagegen müssen Verbraucher mit Gasheizungen erneut zuzahlen: Um 2,6 Prozent gestiegene Gaspreise und die kältere Witterung ergeben zusammen Mehrkosten von 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das ergab eine Prognose des Energiemanagers Techem, der die ersten Trenddaten für die Energieverbrauchsstudie „Energiekennwerte 2014“ vorlegte.
Trotz der kühleren Witterung in der Abrechnungsperiode 2013 (Januar bis Dezember) und des damit einhergehenden größeren Heizbedarfs konnte damit der Trend steigender Heizkosten für einen Teil der Verbraucher unterbrochen werden. Mit merklichen Rückzahlungen sollten indessen auch Heizölnutzer nicht rechnen. Für die Raumheizung einer durchschnittlichen Wohnung ergibt sich eine minimale Erstattung von etwas mehr als 3 Euro. Nachzahlungen erwarten dagegen die Haushalte, die von einer Erdgasheizung versorgt werden. Hier schlagen im Schnitt annähernd 54 Euro mehr zu Buche.
Im regionalen Vergleich zeigt sich, dass Städte in Norddeutschland im Schnitt den geringsten Mehrverbrauch hatten. An der Spitze liegen hier Arkona (Rügen), Schleswig und Schwerin. Anders sieht es in den südlichen Teilen Deutschlands aus: Die deutschlandweit größten Verbrauchszunahmen gab es in Hohenpeißenberg (bei München), Öhringen (bei Heilbronn), Saarbrücken-Ensheim sowie in Konstanz und Würzburg, wo der Verbrauch um 7 bis 8 Prozent über denen des Vorjahres liegt.
Die Prognose basiert auf dem Vergleich von Gradtagszahlen der Jahre 2012 und 2013, die als Maßstab für den Temperaturverlauf in einer Periode dienen, sowie auf einer Auswertung der Brennstoffpreise für Gas und Heizöl. Verbindliche Aussagen über den tatsächlichen Energieverbrauch und die angefallenen Kosten können jedoch erst nach der Erstellung aller Abrechnungen getroffen werden.
Zeit für günstiges Heizöl könnte bald vorbei sein
(22. Januar 2014) Heizöl ist derzeit so günstig wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Doch seit Wochenbeginn zeihen die Preise wieder an. Dieser Trend erhält aktuell Futter von der Internationalen Energieagentur. Denn die erwartet für 2014 eine anziehende globale Ölnachfrage. Als Grund nennt di ein Paris ansässige internationale Behörde die erwartete gute Konjunktur in den OECD-Staaten, insbesondere in den USA. Demnach soll sich der weltweite Verbrauch gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Millionen auf 92,5 Millionen Barrel je Tag erhöhen. Ursprünglich wurde mit 50.000 Barrel weniger gerechnet.
Aktuell steigen die Ölpreise langsam, aber stetig. Da sich der Euro relativ stabil zeigt, ist mit einer weiteren Teuerung beim Heizöl zu rechnen. Hinzu kommt der nun langsam beginnende Winter. Wer mit dessen Ausfall rechnete und deswegen den Tank fast leer ließ, wird in den kommenden Tagen und Wochen bestellen müssen. Eine Lehre aus dem vergangenen Winter ist, dass dies nicht wenige sind. Deswegen könnte eine Heizölbestellung jetzt die richtige Entscheidung sein.
Günstiges Heizöl drückt Inflationsrate
(16. Januar 2014) Im Jahresdurchschnitt 2013 stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland gegenüber 2012 um 1,5 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag die Jahresteuerungsrate damit deutlich niedriger als in den beiden Vorjahren (2012: + 2,0 %; 2011: + 2,1 %). Eine niedrigere Teuerung im Jahresdurchschnitt hatte es zuletzt 2010 gegeben (+ 1,1 % gegenüber 2009). Zum Jahresende 2013 zog die Inflationsrate leicht an. Im Dezember lag sie – gemessen am Verbraucherpreisindex – bei + 1,4 % (November 2013: + 1,3 %). Für 2013 wurden in allen Monaten und somit auch im Jahr Inflationsraten unterhalb von 2 % ermittelt.
Energie insgesamt verteuerte sich 2013 um 1,4 % gegenüber 2012. In den Vorjahren 2012 bis 2010 wurden deutlich höhere Jahresteuerungen ermittelt, der Einfluss der Energie auf die Gesamtteuerung hat sich somit abgeschwächt. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise lag die Jahresteuerungsrate 2013 bei 1,6 %.
Die Preisentwicklung der einzelnen Energieprodukte fiel 2013 unterschiedlich aus: So standen dem Preisanstieg bei Strom (+ 11,9 %) vor allem infolge der Erhöhung der EEG-Umlage fallende Preise für leichtes Heizöl (- 6,0 %) und Kraftstoffe (- 3,4 %) gegenüber.
Veränderung im Dezember 2013 gegenüber Dezember 2012
Im Dezember 2013 lag die Inflationsrate bei 1,4 % und damit etwas höher als in den beiden Vormonaten (November 2013: + 1,3 %; Oktober 2013: + 1,2 %).
Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke erhöhten sich im Dezember 2013 gegenüber dem Vorjahresmonat mit Bei den Energieprodukten zeichnete sich zum Jahresende ein leichter Preisanstieg zum Vorjahresmonat ab: Energie insgesamt verteuerte sich um 1,1 % gegenüber Dezember 2012.
Die einzelnen Energieprodukte wiesen jedoch unterschiedliche Preisentwicklungen auf (zum Beispiel Strom: + 11,3 %; aber leichtes Heizöl: - 5,5 %; Kraftstoffe: - 2,7 %). Die Energiepreise insgesamt beeinflussten somit die Inflationsrate im Dezember 2013 nur wenig: Ohne Berücksichtigung der Energiepreisentwicklung lag die Teuerungsrate mit + 1,5 % im Dezember 2013 nur knapp über der Gesamtteuerung.
Verbraucherpreisindex für Deutschland
|
Gesamtindex / Teilindex |
Gewichtung |
2013 JD |
Dezember 2013 |
|
|
Veränderung |
Veränderung |
Veränderung |
||
|
in ‰ |
in % |
|||
|
JD = Jahresdurchschnitt |
||||
|
Gesamtindex 2013 |
1 000,00 |
1,5 |
1,4 |
0,4 |
|
Wohnung, Wasser, Strom, Gas und so weiter |
317,29 |
2,0 |
1,8 |
0,0 |
|
Nettokaltmiete |
209,93 |
1,3 |
1,6 |
0,1 |
|
Haushaltsenergie |
68,19 |
4,1 |
3,4 |
0,1 |
|
Strom |
26,21 |
11,9 |
11,3 |
0,0 |
|
Gas |
14,46 |
1,3 |
0,9 |
0,2 |
|
Leichtes Heizöl |
11,11 |
– 6,0 |
– 5,5 |
0,2 |
|
Verkehr |
134,73 |
– 0,2 |
0,1 |
0,6 |
|
Kraftstoffe |
38,37 |
– 3,4 |
– 2,7 |
1,1 |
|
Superbenzin |
28,38 |
– 3,2 |
– 2,2 |
1,0 |
|
Dieselkraftstoff |
9,19 |
– 4,1 |
– 3,5 |
1,1 |
|
Gesamtindex |
||||
|
ohne Heizöl und Kraftstoffe |
950,52 |
1,8 |
1,7 |
0,4 |
|
ohne Haushaltsenergie |
931,81 |
1,4 |
1,3 |
0,5 |
|
ohne Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) |
893,44 |
1,6 |
1,5 |
0,5 |
Quelle: Destatis
Alte Öl-Heizkessel: Ab Mai droht Austausch
(15. Januar 2014) Am 1. Mai 2014 tritt die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft. Sehr alte Heizkessel müssen unter bestimmten Voraussetzungen ausgetauscht werden.
Der für Hausbesitzer besonders relevante Punkt der neuen Verordnung betrifft öl- und gasbetriebene Standardheizkessel, die älter als 30 Jahre sind. Entsprechende Anlagen, die vor 1985 installiert wurden, müssen ab 2015 stillgelegt werden. Für nach dem 1. Januar 1985 eingebaute Kessel besteht künftig nach 30 Jahren Laufzeit eine Austauschpflicht. Allerdings sieht die neue EnEV auch Ausnahmeregelungen vor.
Nicht betroffen sind Ein- und Zweifamilienhausbesitzer, die ihr Haus spätestens am 1. Februar 2002 bezogen haben. Erst im Falle eines Eigentümerwechsels ist der neue Besitzer verpflichtet, die alte Heizung innerhalb von zwei Jahren zu ersetzen. Generell von der Verpflichtung ausgenommen sind Niedertemperatur- und Brennwertgeräte sowie Heizungen mit einer Nennleistung unter 4 kW oder über 400 kW. Dient der Kessel nur zur Warmwassererzeugung, handelt es sich um einen Küchenherd oder ein Einzelraumheizgerät, so ist ebenfalls kein Austausch vorgeschrieben.
Schätzungen des Institut für Wärme- und Oeltechnik (IWO) gibt es in Deutschland noch rund 225.000 Öl-Standardheizkessel, die vor 1985 in Betrieb genommen wurden.
Die EnEV wurde im Februar 2002 eingeführt, um den Heizenergieverbrauch von Gebäuden langfristig zu senken. Seitdem müssen Hausbesitzer mit entsprechender Technik oder Dämmung dafür sorgen, dass sie den festgelegten maximalen Primärenergiebedarf nicht überschreiten. Infolge der EnEV-Novelle gelten ab dem 1. Januar 2016 um 25 Prozent schärfere Effizienzanforderungen – allerdings nur für Neubauten und nicht bei Sanierungsmaßnahmen an Bestandsbauten. Energieausweise bekommen durch die EnEV-Novelle eine größere Bedeutung: Vermieter und Verkäufer müssen den Ausweis künftig bereits bei der Besichtigung vorlegen. Zudem sind die wichtigsten energetischen Kennwerte dann in Immobilienanzeigen mit anzugeben.
Russische Ölförderung für Deutschland immer wichtiger
(13. Januar 2014) Russland hat im vergangenen Jahr nach Angaben von Energieminister Alexander Nowak 523,2 Millionen Tonnen Öl gewonnen und somit ein Rekordhoch seit den 1990er Jahren erzielt. Das sind zudem 4,5 Millionen Tonnen mehr als 2012. Das berichtet die Nachrichtenagentur RIA Novosti.
Wichtigster ausländischer Abnehmer des russischen Rohöls ist Deutschland. Insbesondere in den Raffinieren Schwedt/O. und Leuna, die beide direkt an das russische Pipelinenetz angeschlossen sind, wird vorrangig dieses Öl verarbeitet. Gleichzeitig ist Russland mit großem Abstand der größte Lieferant für Rohöl in Deutschland. Rund 34,3 Prozent des hier verarbeiteten Rohöls stammen aus dem Riesenreich zwischen Brest und Wladiwostok. Zum Vergleich: Der zweitwichtigste Importeur Norwegen kommt gerade mal auf 11,5 Prozent und danach Großbritannien auf 10,4 Prozent.*
Da die beiden letztgenannten ihr Öl vorrangig in der Nordsee fördern und diese Reserven sich langsam erschöpfen, wird russisches Öl in Zukunft eine noch größere Rolle am deutschen Markt spielen, zumal die Infrastruktur dafür steht. Öl aus Nahost und Nordafrika wird weiterhin nur eine untergeordnete Rolle spielen, da die Logistik hierfür zu aufwändig ist und dies das Öl und die daraus erzeugten Produkte hierzulande verteuern könnte. Damit wächst Deutschlands Abhängigkeit von Russland nicht nur beim Erdgas. Welche Faktoren die Preise für Rohöl und dessen Produkte wie Heizöl und Benzin bestimmen, wird in der nächsten Ausgabe der Energiedepesche zu lesen sein.
*Alle Angaben nach den amtlichen Mineralöldaten des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Januar bis Oktober 2013
Selbst der Januar ist für Heizölkunden bisher ein erfreulicher Monat.
Bleibt Heizöl günstiger als in den Vorjahren?
(7. Januar 2014) Selbst der Januar ist für Heizölkunden bisher ein erfreulicher Monat. Die Preise bewegen sich nach wie vor unter dem Niveau zur gleichen Zeit der vergangenen zwei Jahre. Ein Grund liegt in den etwas günstigeren Rohöl-Notierungen. So kostet die für den hiesigen Heizölpreis relevante Sorte Brent nach Angaben des Mineralölwirtschaftsverbandes 2013 etwa drei Prozent weniger als im Jahr zuvor – ein Trend, der sich mit leicht fallenden Preisen zum Jahresbeginn fortsetzt.
Dennoch sollte das nicht darüber hinwegtäuschen, dass Brent im Schnitt der letzten drei Jahre immer über 100 Dollar kostete, und das, obwohl die Versorgungslage mit Rohöl übereinstimmend von Analysten und Energiebehörden als auskömmlich und voll versorgt beschrieben wird. Selbst aktuelle Krisen wie in den Öl-Förderländern Libyen und Süd-Sudan ändern daran nichts, denn die OPEC-Länder fördern täglich und konstant rund 30 Millionen Barrel und damit ein Drittel des weltweiten Bedarfs. Die Produktion außerhalb des Kartells steigt sogar an. Größter Newcomer dabei: die USA mit rund 8 Millionen Barrel, die damit immer mehr den Weg der vollständigen Eigenversorgung geht.
In Deutschland führt das zu stabilen bis leicht sinkenden Preisen. Im Schnitt waren nach Angaben des MWV 2013 gut 5 Cent weniger für einen Liter Heizöl zu bezahlen als 2012. Im Januar scheint sich dieser Trend zu verfestigen.
Vorherzusagen ist jedoch kaum, ob dies von Dauer ist. Dafür müsste die Rohöl-Produktion auf ähnlich hohem Niveau wie derzeit bleiben. Die OPEC prognostiziert jedoch, dass die Nachfrage bis 2035 von bisher 91Millionen Barrel täglich auf 108 MillionenBarrel steigen könnte. Allein das wird tendenziell für höhere Preise sorgen, da die Kartell-Mitglieder selbst zu solchen Steigerungsraten nicht in der Lage sind.
Der zweite Faktor für den hiesigen Heizölpreis ist der Euro. Der legte im Verlauf des letzten Jahres gegenüber dem US-Dollar etwas zu und sorgte allein so schon für günstigere Preise beim Heizöl. Wenn das so bleiben soll, müsste die Schuldenkrise in der EU zumindest eingegrenzt bleiben. Ob dies gelingt ist fraglich.
Bleibt noch ein abschließender Blick auf die aktuelle Inflationsrate. Die Verbraucherpreise haben sich gegenüber 2012 leicht auf 1,5 Prozent erhöht. Die bisherige geringe Inflation war vor allem den günstigeren Preisen für Mineralölprodukte geschuldet. Damit scheint es aber langsam vorbei zu sein. „Bei den Energieprodukten zeichnet sich mit plus 1,1 Prozent erstmals wieder ein leichter Preisanstieg zum Vorjahresmonat ab“, so das Statistische Bundesamt. Ein weiteres Indiz, dass es mit dem im Vergleich zu den beiden Vorjahren günstigeren Energie- und damit Heizölpreisen tendenziell vorbei sein könnte.
Grund für diese Ersparnis sind die gesunkenen Preise für Rohöl und Ölprodukte
2013 rund 26 Millionen Euro beim Heizölkauf gespart
(3. Januar 2014) Die deutschen Heizölkunden haben nach Berichten des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) im Jahr 2013 insgesamt 26 Millionen Euro weniger für ihre Tankrechnungen gezahlt als im Jahr zuvor – und das trotz eines 6 Prozent höheren Heizöl-Verbrauchs aufgrund des vergangenen kalten Winters.
Grund für diese Ersparnis sind die gegenüber 2012 gesunkenen Preise für Rohöl und Ölprodukte aufgrund der guten Versorgungslage: Der Preis für den Liter Rohöl lag im Jahresdurchschnitt gut 3 Euro-Cent unter dem Vorjahr, leichtes Heizöl in Deutschland war bei einer Abnahmemenge von 3.000 Litern durchschnittlich 5 Cent pro Liter günstiger. Ein entsprechender Heizöltank ließe sich im abgelaufenen Jahr nach Angaben des Verbandes für 150 Euro weniger füllen. Rechnet man die Einsparung jedoch auf alle rund 5,8 Millionen Ölheizungen in Deutschland hoch, ergibt sich gerade mal eine Einsparung von 4,50 Euro.
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