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Eine Studie beziffert ihren CO2-Vorteil gegenüber Verbrennern auf nur 41 Prozent. Experten widersprechen.

Gute Frage: Sind E-Autos besser fürs Klima?

Eine Studie beziffert ihren CO2-Vorteil gegenüber Verbrennern auf nur 41 Prozent. Experten widersprechen.

(19. Oktober 2026) Eine Studie der TU München zur Klimabilanz von E-Autos sorgt für Aufregung. Die »Bild« berichtet über die »Auto-Lüge der EU«, Bayerns Regierungschef stellt das Verbrenner-Aus infrage. Der Vorwurf: Die EU bewertet E-Autos als 100 Prozent klimaneutral, weil sie allein die Emissionen beim Fahren berücksichtigt – nicht aber die bei der Produktion des Stroms und des Akkus.

Die Studie rechnet anders. Sie kommt zu dem Schluss, dass E-Autos über den gesamten Lebenszyklus hinweg nur 41 Prozent weniger CO2 verursachen als Verbrenner. Das sorgt für breite Kritik diverser anderer Forscher. Sie werfen der TU vor, mit veralteten Werten zum Strommix zu arbeiten. Selbst die Autoindustrie widerspricht: Mercedes und BMW etwa geben den Klimavorteil ihrer E-Autos gegenüber ihren Verbrennern mit zwei Dritteln an. Andere Studien kommen auf knapp drei Viertel – wobei der Vorsprung mit jedem Jahr wächst, in dem der Strommix sauberer wird. Einer Studie der University of California in »Science« zufolge wäre es in der Regel sogar nachhaltiger, fabrikneue Verbrenner stillzulegen und durch Batterie-Pkw zu ersetzen.

letzte Änderung: 25.11.2009